Acht Corona-Infizierte an Bord der „Ocean Viking“

Von den 422 geretteten Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Ocean Viking“ sind acht Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Crew forderte daher einen sofortigen Landungshafen. Wegen der Verschlechterung der Wetterlage und der Gefahr von Ansteckungen an Bord sei es wichtig, dass die Migranten so rasch wie möglich landen dürften, betonte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Betreiberin des Schiffes, am Sonntag in einer Aussendung.

Einige Menschen an Bord befänden sich in einem prekären Gesundheitszustand. Eine schwangere Frau und ihr Mann wurden bereits auf Malta evakuiert. An Bord würden sich auch Neugeborene sowie Kinder, die allein unterwegs sind, befinden.

Hunderte Migranten verließen in den vergangenen Tagen Libyen an Bord von Booten, um den schlechten humanitären Bedingungen dort zu entfliehen, schrieb die Organisation SOS Mediterranee. Sie nutzten dabei die guten Wetterbedingungen in den vergangenen Tagen.

In Libyen herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Das Land hat sich zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Die Fahrten in kleinen Booten übers Mittelmeer sind lebensgefärlich.

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