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TT-Leitartikel zur Corona-Krise: Der Wirt macht es dem Virus leicht

Das europäische Impfgeschehen zeigt die Ohnmacht gegenüber einem Virus, das den Menschen und seine Konstrukte austrickst. Träge Behördenapparate, Bürokratie, Unentschlossenheit und Alibiaktionen machen es ihm auch leicht.

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Symbolfoto.
© JOHN THYS
Gabriele Starck

Leitartikel

Von Gabriele Starck

Das heurige Jahr ist zum Vergessen – so wie das vergangene auch schon. Die Weltgesundheitsorganisation jedenfalls hat gestern die Hoffnung, SARS-CoV-2 bis Ende 2021 unter Kontrolle zu bekommen, als unrealistisch abge­hakt. Noch immer hat der Erreger ein viel zu leichtes Spiel, und das, weil sich sein Wirt – auch und vor allem in Europa – derart anstellt. Der Wirt, das ist in diesem Fall die Spezies Mensch – zum einen das Individuum, das allmählich bzw. schon lange auf Kontaktbeschränkungen oder Hygieneregeln pfeift, zum anderen aber die von der Gesellschaft geschaffenen Organe, die Wohl und Schutz ebendieser zur Aufgabe haben: EU, Bund, Länder und Gemeinden. Doch diese taumeln seit Monaten zwischen bürokratischer Überregulierung und anarchischen Reaktionen hin und her – vor allem, wenn es ums Impfen geht.


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