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Telfer Schleicherlaufen: In den „heiligen Hallen“ der Fasnacht

Das nächste Telfer Schleicherlaufen steigt erst 2025. Doch für Zeugwart Martin Trigler endet die Fasnacht im Grunde nie. Rund 1000 Objekte betreut er im Depot – darunter viele Kuriositäten und echte Raritäten.

Der Laningerkarren samt Wiege für den „Naz“ ist das persönliche Lieblingsstück von Zeugwart Martin Trigler, selbst ein leidenschaftlicher Laninger.
© Domanig

Von Michael Domanig

Telfs – „Wenn ich hier aufsperre, betrete ich eine andere Welt“, sagt Martin Trigler – und man weiß sofort, was er meint. Grimmige Larven an der Wand, der Panzer einer riesigen Schildkröte im Eck, Schränke voll farbenprächtiger Gewänder: Das „Fasnachtsarchiv“ in der Telfer Krehbachgasse ist ein besonderer, fast magischer Ort.

Das nächste Schleicherlaufen in Telfs geht zwar erst wieder am 2. Februar 2025 in Szene, doch Trigler lässt die fünfte Jahreszeit nie los. Als Zeugwart der Telfer Fasnacht schaut er im Lager jede Woche nach dem Rechten. So gilt es das wertvolle Inventar besonders vor Ungeziefer zu schützen. Mottenschutzmittel trage er „kistenweise“ auf, berichtet der Gemeindemitarbeiter. Immer wieder kommen auch Fasnachtler, die etwas an ihren Gewändern und Masken ausbessern oder ändern wollen. Trigler führt genau Buch, wer was ausleiht, verzeichnet jedes Telefonat. Bei geschätzt 1000 Objekten im Depot ist Ordnung generell oberstes Gebot.


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