Kickl kritisiert Corona-“Watschentanz“ um Tirol

Für FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl ist das Vorgehen gegen die Coronasituation in Tirol nicht nachvollziehbar. Bundesregierung und das Bundesland führten hier einen „Watschentanz“ auf, sagte er am Dienstag in einer Pressekonferenz. Es sei „absurd“ und „gemeingefährlich“, jetzt Reisewarnungen auszusprechen - die rechtlich ohnehin nichts bringen würden. Der Regierung empfahl Kickl einen „radikalen Strategiewechsel“, etwa in Richtung des schwedischen Wegs.

In Schweden sei nicht nur immer alles offen gewesen - vom Handel über die Gastronomie bis hin zu den Schulen -, auch Maskenpflicht gebe es dort keine, die Wirtschaftseinbußen seien gering, schwärmte Kickl. Und auch Alten- und Pflegeheime seien im skandinavischen Land bestens geschützt. Was den FPÖ-Klubchef aber besonders entzückt: „Es gibt dort keine Spaltung der Gesellschaft, wie sie die Regierung bei uns vorantreibt.“

Mit Blick auf Österreich kritisierte Kickl die für ihn zu drastischen Maßnahmen, stehe das Gesundheitssystem doch noch lange nicht vor einer Überlastung. Zudem stößt sich der Freiheitliche daran, dass es keine Regeln für das Tragen von FFP2-Masken in den Schulen gebe. Selbst im Arbeitsbereich hätten sich die Sozialpartner auf eine maximale Tragedauer und Pausen geeinigt. Der von der FPÖ nominierte Volksanwalt Walter Rosenkranz werde daher mehrere Prüfverfahren einleiten, die die Themen Tests und Masken in Schulen sowie disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen Lehrpersonal beleuchten sollen.

Auch Salzburgs FPÖ-Chefin Marlene Svazek fragte sich, was denn nun als Evidenz gilt, wie etwa bei der jüngsten Reisewarnung für Tirol. Ihr eigenes Bundesland leide besonders unter den unterschiedlichen Maßnahmen, beklagte sie, seien die Lebenserhaltungskosten in Salzburg doch besonders hoch. „In Wahrheit sind Bevölkerung und Regierung schon lange nicht mehr auf einer Augenhöhe“, befand Svazek. Aus diesem Grund hielten sich auch viele Menschen nicht mehr an die Vorgaben im Lockdown.

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