Innsbrucker Stadtmarketing soll mehr Budget bekommen

Die angedachte Aufwertung des „Innsbruck Marketing“ findet großen Anklang. Der Kampf gegen den Leerstand in der Stadt hat oberste Priorität.

Leerstehende Geschäftslokale sind mit allen Mitteln zu verhindern, sind sich Stadtpolitik und Wirtschaftskammer einig.
© Böhm Thomas

Innsbruck – Mit Maßnahmen zur Ankurbelung der krisengeschüttelten Wirtschaft beschäftigt sich derzeit die Innsbrucker Stadtpolitik. Die in diesem Zusammenhang von den Grünen und NEOS geforderte Aufwertung des Stadtmarketings stößt auf breite Zustimmung. Wie berichtet, wollen die Grünen das „Innsbruck Marketing“ unter anderem um den Bereich eines aktiven Leerstandsmanagements erweitern.

WK-Bezirksobmann Franz Jirka sieht als Aufsichtsratsvorsitzender des Innsbruck Marketings noch viel ausschöpfbares Potenzial in dieser Einrichtung. Sowohl die Bekämpfung der Leerstände als auch andere wirtschaftliche Projekte sollen Jirka zufolge künftig über das Innsbruck Marketing laufen.

Auch Innenstadt- und Altstadtverein, die mit 9 bzw. 4 Prozent am Stadtmarketing beteiligt sind, fordern eine konzeptionelle Neuausrichtung, an der sie sich auch beteiligen wollen. Die beiden Vereine machen darauf aufmerksam, dass Leerstände mittel- und kurzfristig nur durch eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und eine damit verbundene Frequenzsteigerung verhindert werden können.

Bürgermeister Georg Willi zufolge soll auch das Budget für das Stadtmarketing dementsprechend aufgestockt werden. Wie viel Geld die Stadt generell für das angekündigte Wirtschaftspaket zur Verfügung stellt, ist noch nicht klar. „Es geht aber nicht nur ums Geld, sondern auch um Ideen und Vernetzung. Manchmal kann man mit wenig Mitteln viel erreichen“, sagt Willi.

Die gestrige erste Verhandlungsrunde von Grünen, FI, ÖVP, SPÖ und NEOS über ein Wirtschaftspaket sei konstruktiv verlaufen, wie es von den Beteiligten heißt. Unter anderem hat man sich auf eine Unterstützung für Gastgärten in Innsbruck verständigt. Die ÖVP fordert indes eine Gratisparkstunde in städtischen Tiefgaragen an einkaufsstarken Tagen, sprich Freitag und Samstag. Vizebürgermeister Hannes Anzengruber will auch in E-Mobilität investieren.

Die Gespräche dazu werden nächste Woche fortgesetzt. (dd, TT)


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