Bedenklicher Handel mit Welpen in Innsbruck

Amtstierärztin Elisabeth Gillhofer präsentiert den aktuellen Tätigkeitsbericht. Das gefällt auch Hündin Niko.
© IKM/W. Giuliani

Innsbruck – Ganz im Zeichen des Tierwohls steht die Arbeit des Veterinärwesens in Innsbruck. Laut aktuellem Jahresbericht entfielen bei 251 Tierschutzkontrollen 140 Fälle auf Hunde.

119 Tiere wurden wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz behördlich abgenommen. Der Löwenanteil betraf Hunde, gefolgt von Katzen, Ratten und Kaninchen. Auch drei Schlangen sowie eine Spinne wurden beschlagnahmt.

Weiters nahm das Amt im vergangenen Jahr 4800 Lebensmitteluntersuchungen an Schlachttieren vor. Die meisten Untersuchungen gab es bei Schafen. Angeschaut wurden auch Kitze, Lämmer, Ziegen, Schweine, Rinder und Kälber.

Die Wasenmeisterei nahm im Jahr 2020 etwa 2300 Tierkadaver entgegen. 371 abgenommene oder herrenlos aufgegriffene Tiere wurden vorübergehend in der Außenstelle in der Rossau betreut. „Die Corona-Situation hat die Arbeit für die Mitarbeiter des Veterinärwesens erschwert“, unterstreicht der für Gesundheit zuständige Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.

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Laut Amtstierärztin Elisabeth Gillhofer ist die Bereitschaft zur Anschaffung eines Haustieres Corona-bedingt gestiegen. Die Entscheidung dafür sollte jedoch im Vorhinein gründlich überlegt werden. Tiere brauchen regelmäßige Zuwendung und bedeuten für ihre Besitzer eine große Verantwortung.

Bemerkbar, aber bedenklich sei der Trend, Hunde und speziell Welpen von Rassehunden aus dem Ausland zu importieren. „Die Importe werden in der Regel über das Internet eingefädelt, wo Webseiten eine seriöse Herkunft versprechen. Es muss aber dringend davor gewarnt werden, sich auf solche Geschäfte einzulassen. Da stecken meist qualvolle Zuchtmethoden dahinter“, appelliert die Amtstierärztin, auf derlei zu verzichten. (TT)


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