Söder zweifelt an Wirksamkeit von Tirol-Maßnahmen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält nicht viel von den österreichischen Coronamaßnahmen. „Wir sind bei Österreich sehr verunsichert“, sagte Söder am Mittwochabend im ZDF. „In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden“, kommentierte er die von Türkis-Grün beschlossenen Quarantänemaßnahmen für das Bundesland. „Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht“, so Söder, der auch neuerlich eine Schließung der Grenze zu Österreich ins Spiel brachte.

Söder wies darauf hin, dass es kaum noch Reisemöglichkeiten gebe, wenn Gebiete als Mutationsgebiete definiert würden. Derzeit ist Österreich für die deutschen Behörden wie viele andere Staaten der Welt ein Corona-Risikogebiet. Weitaus strengere Schutzmaßnahmen gelten für eine Handvoll Staaten, die als „Virusmutationsgebiet“ definiert werden. Es sind dies etwa Großbritannien, Irland, Portugal, Brasilien oder Südafrika.

Söder schloss auch eine Schließung der Grenze zu Tschechien nicht aus. „Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein“, sagte er am Mittwochabend im ZDF-“heute-journal“.

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