Spendenkonto eingerichtet: Sechsköpfige Familie verlor bei Brand in Weerberg alles

Eine sechsköpfige Familie hat ihr Zuhause verloren. 130 Feuerwehrmänner kämpften in Weerberg acht Stunden gegen die Flammen. Inzwischen wurde für die Brandopfer auch ein Spendenkonto eingerichtet.

Der Weerberger Bauernhof wurde bei dem Großbrand zerstört. Die sechsköpfige Familie konnte sich unverletzt ins Freie retten.
© ZOOM.TIROL

Von Thomas Hörmann

Weerberg – Nach einem nächtlichen Großbrand in Weerberg steht eine Familie – Eltern, Großeltern und zwei Kinder – vor dem Nichts. „Der alte Bauernhof ist ein Totalschaden“, sagt Bürgermeister Gerhard Angerer. Die gute Nachricht: Verletzt wurde niemand, die Familie konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Es war kurz nach vier Uhr, als die Mutter der Kinder ein verdächtiges Geräusch hörte. „Der Ehemann hat nachgeschaut und das Feuer in der Tenne entdeckt“, erzählt der Weerberger Feuerwehrkommandant Helmut Egger: „Wir wurden um 4.20 Uhr alarmiert.“ Als die ersten Feuerwehrmänner beim Bauernhof eintrafen, stand der hintere Teil des Gebäudes schon in Vollbrand. Und „die Familie war bereits im Freien in Sicherheit“, schildert der Kommandant. Für die insgesamt etwa 130 Feuerwehrmänner aus Weerberg, Weer, Schwaz, Wattens und Pill war der Einsatz von Anfang an schwierig. Schon bei der Anfahrt waren auf der schneebedeckten Steigung Ketten an den Einsatzfahrzeugen nötig. „Außerdem war die Wasserversorgung schwierig, wir mussten lange Leitungen legen“, so der Kommandant. Dazu kamen die tiefen Minustemperaturen, „wir mussten aufpassen, dass die Schläuche nicht einfrieren“.

Brandursache wird noch ermittelt

Für die Feuerwehrmänner folgte auf die kurze Nacht ein langer Vormittag, erst nach zwölf Uhr gab Egger das Kommando „Brand aus“. Dann begann die Suche nach den letzten Glutnestern: „Wir haben einen Bagger und einen Kran eingesetzt, um die Gebäudereste auseinanderzunehmen.“

Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar, Brand­ermittler haben bereits Untersuchungen eingeleitet. Bürgermeister Angerer ist optimistisch, der obdachlosen Familie eine Wohnmöglichkeit bieten zu können. „Die Großeltern sind vorerst bei einer Tochter untergebracht, für Eltern und Kinder haben wir die eine oder andere Wohnung in der Gemeinde zur Verfügung.“

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Inzwischen wurde für die Brandopfer auch ein Spendenkonto eingerichtet: Wer helfen will, kann das über das Konto Familie Knapp – IBAN: AT44 3635 2000 0004 2036 bei der Raiffeisenkasse Weerberg tun.


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