MPreis kratzt an Umsatz-Milliarde, weitere Expansion zahlte sich aus

Deutliche Umsatzzuwächse im Corona-Jahr und Expansion in Oberösterreich und Steiermark ließen die Umsätze steigen. Die Mitarbeiterzahl blieb stabil.

MPreis betreibt mittlerweile mehr als 277 Filialen. Im Vorjahr setzte der Tiroler Lebensmittelhändler seinen Expansionskurs fort.
© mpreis

Völs – Die im Eigentum der Familie Mölk stehende Tiroler Lebensmittelkette MPreis mit Sitz in Völs ist im vergangenen Jahr auf Wachstumskurs geblieben und kratzte trotz Einschränkungen durch Auflagen in der Corona-Pandemie an der Umsatz-Milliarde. Der Umsatz kletterte um 4,1 Prozent auf 981 Millionen Euro, wie das Tiroler Familien­unternehmen gestern bekannt gab.

Das Unternehmen sieht in den Geschäftszahlen für 2020 angesichts der Einschränkungen und Auflagen ein „beachtliches Ergebnis“. Schließlich sind die Baguette-Café-Bistros von den für die Gastronomie geltenden Einschränkungen betroffen. Außerdem werde ein Teil der Umsätze direkt oder indirekt aus dem Tourismus erwirtschaftet.

Expansion zahlte sich aus

Das Unternehmen, das heuer sein 100-Jahr-Jubiläum feiert, habe die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr bei 6100 halten können. Zweimal wurden die MPreis-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr mit Corona-Prämien in der Höhe von insgesamt einer Million Euro bedacht. Ein starker Fokus liege weiterhin auf der Lehrlingsausbildung. „In den MPreis-Vertriebslinien und -Produktionsbetrieben werden derzeit Lehrlinge in sechs verschiedenen Berufen ausgebildet, unter anderem in ganz neuen Berufsbildern wie eCommerce oder Backtechnologie“, erklärt das Unternehmen.

Zum Umsatzrekord beigetragen hat wohl auch die weitere Expansion. So stieg die Zahl der Standorte auf über 277, wie es in der Mitteilung heißt. Im vergangenen Jahr wurden erstmals neue Filialen in den Bundesländern Oberösterreich und der Steier­mark eröffnet.

Auch die Umsätze im MPreis-Onlineshop sind im Vorjahr mit einem Zuwachs von 130 Prozent deutlich gestiegen. Zudem habe die Linie „I like“ mit regional produzierten Convenience-Produkten nach einer vorübergehende­n Produktionspause Aufwind bekommen. (TT)


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