Spannung vor Demo „gegen Polizeigewalt“ am Landhausplatz

30. Jänner: die Demo beim friedlichen Start im Zentrum. Später kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Teilnehmern.
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Innsbruck – Knapp zwei Wochen nach der Innsbrucker Gewaltdemo und zwei Tage nach dem „Friedensgipfel“ ist der Landhausplatz heute Schauplatz einer weiteren brisanten Kundgebung. Brisant deshalb, weil die Polizei vermutlich wieder auf dieselben Teilnehmer wie vor 13 Tagen trifft. Und die demonstrieren als Reaktion auf die Vorkomnisse am 30. Jänner „gegen Polizeigewalt“. Dennoch sind sich Polizeijurist Florian Greil und Veranstalter Nick Grüner einig, dass die Kundgebung diesmal friedlich ablaufen wird.

Am letzten Jännerwochenende war das anders. Beim Zug durch Wilten haben Polizeibeamte die Demonstration „Grenzen töten“ wegen Verletzungen der Covid-Beschränkungen angehalten. Als bei ersten Handgreiflichkeiten ein Polizist verletzt wurde, eskalierte die Situation. Der „Schwarze Block“ an der Spitze des Zuges wurde eingekesselt, Tränengas kam zum Einsatz. Die Demo endete mit der Auflösung und 15 Festnahmen.

Konstruktive und versöhnliche Gespräche

In der Folge lud Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi Veranstalter, Polizeiführung und Stadtpolitiker am Mittwoch zum „Friedensgipfel“. Die Gespräche verliefen nach Darstellung der Teilnehmer durchaus konstruktiv und versöhnlich.

Florian Greil, Leiter der für Demos zuständigen Sicherheits- und Verwaltungspolizeilichen Abteilung, ist optimistisch, dass die Veranstaltung heute friedlich über die Bühne gehen wird. „Es handelt sich um eine Standkundgebung, die nur am Landhausplatz stattfindet.“ Das sei nicht so brisant wie eine „bewegliche Demo“. Außerdem werden nur 200 Teilnehmer erwartet, vor zwei Wochen waren es 800. Grüner sieht das ähnlich und rechnet ebenfalls mit einem friedlichen Verlauf: „Die Gespräche mit der Polizei im Vorfeld waren wie immer gut.“ Den Schwarzen Block erwartet Grüner nicht. „Der kommt ja nie zu Standdemos.“ (tom)

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