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Rauchen: „Vor lauter Toleranz hat sich Rücksichtslosigkeit durchgesetzt“

Seit 45 Jahren setzt sich der Tiroler Robert Rockenbauer für den Schutz der Nichtraucher ein. Von einem, für den Aufgeben trotz vieler Rückschläge nicht in Frage kam.

„Unter meinem Dach wird nicht geraucht“: Der Spruch auf dem Schirm von Robert Rockenbauer als Motto.
© Paulmichl

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Innerhalb von drei Jahren sollte es zu schaffen sein, dachte sich der damals 25-jährige gebürtige Landecker. Es war das Jahr 1975, als Rauchen praktisch überall erlaubt war: in Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln und Büros, in Geschäften und sogar in Krankenzimmern. Dass seine selbst auferlegte Aufgabe, Nichtraucher zu schützen, viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen würde und bis heute nicht beendet ist, „damit hätte ich nie gerechnet“. Vor allem aber nicht mit der „großen, schafsähnlichen Duldsamkeit der Nichtraucher“, die sich nicht getraut hätten, respektlose Raucher in die Schranken zu weisen. „So hat vor lauter Toleranz und Rücksichtnahme die Rücksichtslosigkeit überhandgenommen.“


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