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Missbrauch: Erstmals Verzicht des Landes Tirol auf Verjährung

Im November trat Gesetz über Verjährungsverzicht bei Klagen von Missbrauchsopfern in Jugendheimen in Kraft. Jetzt wird das Land die Regelung zum ersten Mal anwenden.

Mit dem Verjährungsverzicht können Missbrauchsopfer zivilrechtlich gegen das Land als Betreiber der Jugend- und Kinderheime vorgehen.
© APA

Von Peter Nindler

Innsbruck – Es war ein langjähriger Wunsch von Opfern psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt in Heimen der Jugendwohlfahrt: Das Land Tirol sollte endlich bei zivilrechtlichen Klagen auf die Verjährung verzichten. Schließlich liegen die Übergriffe teils schon 70 Jahre zurück, die Traumatisierung ist jedoch ein Leben lang geblieben. Seit November des Vorjahres gilt der im Landtag beschlossene Verjährungsverzicht, die Landesregierung wird ihn jetzt erstmalig anwenden.


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