72-jähriger Bewohner bei Zimmerbrand in Graz gestorben

Bei einem Zimmerbrand in Graz in der Nacht auf Freitag ist ein 72-Jähriger ums Leben gekommen, sechs weitere Menschen wurden verletzt, hieß es seitens der Berufsfeuerwehr Graz und der Polizei. Die Einsatzkräfte mussten das gesamte Wohnhaus evakuieren. Sechs der insgesamt zwölf geretteten Bewohner blieben unverletzt. Für den im dritten Stock wohl in einem Zimmer eingeschlossenen Mann kam allerdings jede Hilfe zu spät. Ursache war laut Ermittlern ein defekter Akku.

Die Feuerwehr war gegen 21.50 Uhr gerufen worden, weil es in dem Wohnhaus - eine Herberge am Schönaugürtel - brannte. Mehrere Bewohner waren in ihren Zimmern eingeschlossen, da das gesamte Stiegenhaus bis hinauf in den fünften Stock verraucht war. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen Flammen hofseitig aus einem der Fenster. Da die Tür zu diesem Zimmer durchgebrannt war, verteilte sich der Rauch im gesamten Haus.

Während Löschtrupps sich drinnen vorkämpften, wurden manche der eingeschlossenen Bewohner über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden zwölf Menschen gerettet, manche davon konnten unter Fluchthauben ins Freie gebracht werden. Sechs von ihnen wurden von der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Die Berufsfeuerwehr Graz war mit sechs Fahrzeugen und 29 Helfern im Einsatz.

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark Freitagnachmittag mitteilte, gelang es Ermittlern, die Ursache für das Feuer herauszufinden: Ein am Stromnetz angeschlossenen Akku war der Brandherd. Direkt daneben befanden sich ein Bett und ein Couchtisch, die zu brennen begannen.

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Der Verstorbene ist mit großer Wahrscheinlichkeit der 72-jährige Mieter, so die Polizei. Mehrere Wohnungen wurden beschädigt. Die Schadenssumme steht allerdings noch nicht fest. Sie dürfte mehrere 100.000 Euro betragen.


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