Starkes Erdbeben mit dutzenden Verletzten in Japan

Bei dem schweren Erdbeben im Nordosten Japans sind Dutzende Menschen verletzt worden. Wie der japanische Fernsehsender NHK am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) berichtete, wurden mindestens 96 Menschen in den Präfekturen Fukushima und Miyagi sowie im Raum Kanto mit der Hauptstadt Tokio verletzt. Es gab aber keine Gefahr durch einen Tsunami. Die Erschütterung vor der Küste Fukushimas und Miyagis vom Samstag gegen 23:08 Uhr (Ortszeit) hatte eine Stärke von 7,3.

Zunächst war die Stärke des Erdbebens mit 7,1 angegeben worden. Nach Einschätzung der nationalen Meteorologischen Behörde handelte es sich um ein Nachbeben des schweren Seebebens von vor fast genau zehn Jahren, das am 11. März 2011 in derselben Region einen massiven Tsunami ausgelöst hatte. Dabei waren damals 18.500 Menschen in den Tod gerissen worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daichi kam es damals zu einem Super-Gau. Diesmal gab es keine weiteren Unregelmäßigkeiten in der Atomruine, hieß es unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

Auch aus anderen derzeit stillgelegten Atomkraftwerken gab es keine Berichte über Schäden. In fast einer Million Haushalten fiel in Folge der Erschütterung vorübergehend die Stromversorgung aus. Die Behörden warnten vor weiteren Nachbeben. Auf Fernsehbildern waren Schäden an einigen Gebäuden zu sehen. In Läden fielen Waren aus den Regalen. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend gestoppt.

„Meine Mutter fühlte sich sofort an die Katastrophe vor zehn Jahren erinnert“, schilderte ein Bewohner dem Sender NHK. In seinem Haus seien Bilder von den Wänden gefallen. „Es war unheimlich.“

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Die Erschütterung vom Samstag ließ auch im Großraum Tokio die Gebäude lange Zeit schwanken. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es von dort zunächst nicht. Regierungschef Yoshihide Suga wies in der Nacht seine Regierung an, schnellstens mögliche Schäden zu erfassen, falls nötig Rettungsmaßnahmen einzuleiten und die Bürger zügig zu informieren.

Das Inselreich Japan gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern weltweit. In seiner Nähe treffen vier tektonische Platten zusammen, die Pazifische, die Nordamerikanische, die Eurasische und die Philippinische Platte. Dies verursacht immer wieder Beben. In der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) gab es mehrere Nachbeben.


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