0:3-Niederlage gegen Bratislava: Bei Haien wird das Eis dünner

Nach einer 0:3-Niederlage gegen Bratislava rückt das Play-off für die Innsbrucker Haie in der Quali-Runde in weite Ferne.

Sinnbildlich – Angstgegner Bratislava (l. David Buc) hielt die Haie um Sam Herr auch im fünften Saisonduell erfolgreich im Würgegriff.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach der 2:3-Auftaktniederlage in Graz standen die Haie am Sonntag gegen Angstgegner Bratislava (vier Niederlagen im Grunddurchgang) in der Pflicht. Man merkte aber nichts davon, dass die Slowaken am Matchtag mit dem Bus angereist waren. Denn während man bei den Haien das Feuer vermisste, waren die Gäste im ersten Abschnitt „on fire“.

Das 0:1 nach feiner Einzelleistung von Jakub Kover erklärt sich bei einem Schussverhältnis von 5:14 nach dem ersten Drittel quasi von selbst. Außer im ersten Powerplay – Schüsse von Felix Girard, der sein Comeback feierte, und Colton Saucerman – ging offensiv so gut wie gar nichts. Der beste Hai stand mit Tom McCollum wieder im Tor.

Der erste Hochkaräter für die Haie durch Braden Chris­toffer (24.) war nur ein Strohfeuer, im direkten Gegenzug musste McCollum mit einer weiteren Glanztat das 0:2 vereiteln. Das fiel aber nur eine Minute später, weil die HCI-Defensive vor dem eigenen Tor völlig auf Brock Higgs vergaß. Und beim 0:3 scheiterte Filip Ahl zwar zunächst am Haie-Goalie, durfte aber völlig unbehelligt den Abstauber in den Maschen versenken. Es tat weh in den Augen und rückte alle Gedanken an eine etwaige Play-off-Teilnahme in weite Ferne. Es passte auch ins Bild, dass ein Sideroff-Treffer (37.) vom Schiedsrichtergespann nach Videobeweis nicht gegeben wurde. Stattdessen wanderte Topscorer Daniel Ciampini wegen Kritik auf die Strafbank.

Die physisch überlegenen Bratislava Capitals erstickten Hoffnungen an eine Aufholjagd auch im Schlussabschnitt im Keim. Bei einem Lattenknaller von Saucerman (54.) war zudem Pech dabei.

Der Rückstand auf die Slowaken beträgt nach zwei Runden in der Qualifikationsrunde bereits sieben Punkte, jener auf den dritten Play-off-Rang (derzeit Graz) liegt bei fünf Zählern. Das Team der Stunde heißt Linz: Das vormalige Tabellenschlusslicht feierte mit einem 2:1 gegen Graz und inklusive Grunddurchgang den fünften Sieg in Serie.

ICE Hockey League - Qualifikationsrunde, 2. Runde:

EC Grand Immo VSV - Dornbirn Bulldogs 3:4 (0:2,2:0,1:2)

Black Wings 1992 - Moser Medical Graz99ers 2:1 (0:0,1:0,1:1)

HC TWK Innsbruck Haie - Bratislava Capitals 0:3 (0:1,0:2,0:0)


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