Tiroler Motorsport-Ass Binder will nach erfolgreichem Auftakt nur nicht abheben

Zwei Rennen, zwei Siege – trotz sportlichem Höhenflug bleibt Tirols Motorsportler René Binder weiter bodenständig.

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Der orange-schwarze Bolide des „G-Drive Racing“-Teams harmoniert bestens mit Tirols René Binder.
© Photo G-Drive Racing

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Drei Jahre lang musste René Binder auf die Rückkehr aufs oberste Podest warten. Eine lange Zeit für einen Motorsportler. Die sich im Falle des Zillertalers nun aber doppelt rentierte. Denn am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi fuhr er gleich zwei Siege ein. Und bereits am kommenden Wochenende in Dubai kann Binder daran anknüpfen.

„Es ist natürlich ein tolles Gefühl, nach drei Jahren endlich wieder ein Rennen zu gewinnen. Damals habe ich übrigens auch in der Wüste gewonnen. Es war das letzte Rennen der Formel-V8-Serie in Bahrain“, erklärte der 29-Jährige gut gelaunt. Über die Gründe für den Höhenflug in der „Asian Le Mans Series“ (Langstrecke) musste Binder auch nicht lange nachdenken: „Mein Team (G-Drive Racing, Anm.) ist ein Top-Team mit Top-Material.“

Rene Binder.
© ENIK

Starkes Team, konkurrenzfähiges Material und die starken Teamkollegen Ferdinand Habsburg und Yifei Ye – diese Mischung passt. Trotzdem winkt der Familienvater schnell ab, wenn es um die möglichen nächsten Siege geht. Binder: „Bleiben wir lieber am Boden. Wir fahren hier unter anderem gegen Mercedes-Formel-1-Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne. Aber bleiben wir fehlerlos, sollten wir siegfähig sein.“

Derweilen genießt Binder mit seinem Manager Edi Nikolic die Zeit in der Wüste. Man könne sich mit Maske nahezu uneingeschränkt bewegen. Mit einem Leihauto geht es morgen von Dubai nach Abu Dhabi.

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Feiern wie früher konnten Binder und Co. den Erfolg natürlich nicht. Keine Musik, kein Podest – „Social Distancing“ steht natürlich auch in der Wüste über allem. Aber „ich habe mit Ferdinand kurz angestoßen, während das Team schon wieder mit dem Abbau beschäftigt war. Zurück im Hotel haben wir dann zumindest gut gegessen und uns ein gutes Glas Rotwein gegönnt.“

Und wer weiß, vielleicht wiederholt sich die „Mini-Feier“ bereits am Wochenende wieder.


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