Haft nach Vergewaltigung in Tirol: Angeklagter empört sich über Strafe
Ein uneinsichtiger Angeklagter redete sich vor Gericht um Kopf und Kragen. Er soll seine Freundin in der dreijährigen Beziehung mehrfach misshandelt und sogar vergewaltigt haben.
Innsbruck – „Ich versuche gerade, nicht die Beherrschung zu verlieren.“ So kommentierte am Montag ein bis dahin unbescholtener Angeklagter die Entscheidung des Innsbrucker Landesgerichts. Der bekennende Cannabis-Konsument war soeben wegen Vergewaltigung, mehrfacher Körperverletzung, Weitergabe von Suchtmitteln an eine Minderjährige und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Auch sein Rechtsanwalt empfand das Urteil offenkundig als zu hart. Ohne sich mit seinem Mandanten abzusprechen, meldete er Nichtigkeit und Berufung gegen das Strafmaß an.