Bachmann-Preisträger Urs Jaeggi ist tot

Der Soziologie und Künstler Urs Jaeggi ist tot. Der in der Schweiz geborene Wissenschafter sei im Alter von 89 Jahren am Samstag in Berlin gestorben, wie seine Familie mitteilte. Jaeggi lebte abwechselnd in Berlin und Mexiko-Stadt. Mit seinem Buch „Macht und Herrschaft in der BRD“ galt er als einer der wichtigsten Ideengeber der Studentenbewegung der 1960er Jahre.

Der 1931 in Solothurn geborene Jaeggi hatte Kunstgeschichte, Ökonomie und Soziologie in Genf, Berlin und Bern studiert. Nach seiner Habilitation in Bern ging er an die Ruhr-Universität Bochum und später zur New School for Social Research nach New York. Von 1972 bis 1993 war er Professor am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit verfasste Jaeggi auch Romane, Erzählungen und Essays. 1981 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt ausgezeichnet. Seit 1985 nahm er an Einzel - und Gruppenausstellungen als Maler und Bildhauer teil.

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