Kurz soll Ex-Novomatic-Chef zum „Frühstück“ getroffen haben

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) soll den einstigen Vorstandschef des Glücksspielkonzerns Novomatic, Harald Neumann, mehrmals zum „Frühstück“ getroffen haben. Das sagte die Unternehmerin Gabriela Spiegelfeld, die eine Kampagne für den ÖVP-Chef im Wahlkampf organisiert hatte, im Online-Magazin „zackzack.at“. Kurz habe viele Termine wahrgenommen, sagte ein Sprecher des Kanzleramts und verwies auf Veranstaltungen in größerem Rahmen, bei denen auch Neumann gewesen sein könnte.

Spiegelfeld hatte regelmäßige „Frühstückstermine“ mit Kurz und potenziellen Großspendern in einem Wiener Nobelhotel organisiert. Eine Einladung Neumanns zu einer dieser Veranstaltungen befindet sich laut „zackzack.at“, der Webseite von Peter Pilz, im Akt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), der Beschuldigter in der Glücksspiel-Causa ist. Ob Neumann den Termin tatsächlich wahrgenommen hat, konnte Spiegelfeld nicht bestätigen.

„Tiefste Verstrickungen des ÖVP-Kanzlers mit dem Geschäftsführer des Glückspielkonzerns Novomatic im Jahr 2017“ orten die Freiheitlichen nicht nur aufgrund der Aussage Spiegelfelds. „Seit mehreren Tagen ist ÖVP-Kanzler Kurz auf Tauchstation. Nun ist auch klar, wovor er sich versteckt. Aber vor seinem eigenen Rücktritt wird er jedoch nicht davonlaufen können“, meinte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung.

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