Fastensuppe zum Mitnehmen für den guten Zweck

Dank eines Projektes der katholischen Frauenbewegung lernen Frauen in Guatemala, nachhaltig landwirtschaftlich zu arbeiten.
© Julia Cajas

Innsbruck, Guatemala-Stadt – Der heutige Aschermittwoch ist der Beginn der 40-tägigen Fastenzeit in der katholischen Kirche. Wie in den vergangenen Jahren findet auch heuer wieder die Aktion „Familienfasttag“ der katholischen Frauenbewegung statt.

Die Pandemie macht auch vor sozialen Einrichtungen nicht halt. 2020 wurden von der katholischen Frauenbewegung etwa ein Drittel weniger Spenden lukriert als noch in den Jahren zuvor. Dass das traditionelle Fastensuppenessen und die dazugehörige Spendenaktion am Aschermittwoch heuer an vielen Orten nicht wie gewohnt stattfinden kann, ist dabei nicht von Vorteil. Darauf verzichten möchte man dennoch nicht und lädt daher zum Suppenessen to go ein. In Innsbruck findet dies von 12 bis 15 Uhr vor der Spitalskirche in der Maria-Theresien-Straße statt. Die Suppen werden gemeinsam mit Brötchen der Bäckerei Moschen ausgegeben.

Die katholische Frauenbewegung unterstützt und betreut etwa 70 soziale Projekte in den Ländern des Südens. Schwerpunktland der diesjährigen Aktion ist das in Zentralamerika liegende Land Guatemala mit dem Projekt „Amoixquic“. Noch immer herrschen in Guatemala patriarchale Strukturen, Frauen werden stark sozial benachteiligt. Die Organisation setzt sich daher für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der indigenen Frauen ein. So lernen sie von den Mitarbeitern des Projektes, wie sie Naturdünger herstellen und alte Gemüse- und Getreidesorten anbauen können. Diese alten Sorten sind meist widerstandsfähiger und können selbst gezogen werden. Schulungen zur Verarbeitung von Naturheilkräutern zu Salben und Tinkturen lässt die Frauen ihr eigenes Geld erwirtschaften. Damit können sie ihren Kindern eine bessere Schulbildung ermöglichen.

Der TT vom 17. Februar 2021 liegt ein Erlagschein zur Spendenaktion der katholischen Frauenbewegung bei. (rosa)


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