WAC fordert Tottenham heraus: Zwischen Genuss und Sensationslust

Der Tiroler Matthäus Taferner ist gegen die Spurs gefordert.
© gepa

Wien – Der WAC absolviert heute (18.55 Uhr/live Puls 4) ein historisches Spiel, so viel ist schon vor dem Anpfiff klar. Erstmals steht der Club in der K.-o.-Phase des Fußball-Europacups, und der Gegner ist mit Tottenham ein dem Ambiente entsprechender. Druck verspürt der Außenseiter keinen. „Ich merke das bei mir, bei den Jungs und im ganzen Verein. Wir genießen den Moment“, sagte Trainer Ferdl Feldhofer.

Die Begeisterung für das Duell mit dem aktuell angeschlagenen englischen Traditionsclub von Startrainer José Mourinho und Topstürmer Harry Kane begleite seine Mannschaft schon seit geraumer Zeit, gestand Feldhofer.

Die Auswärtsfahrt nach Budapest, die aufgrund der wegen der Corona-Pandemie verweigerten Landeerlaubnis für Tottenham in Klagenfurt nötig wurde, soll aber kein reiner Genusstrip werden. „Wir haben schon ein Ziel, sonst könnten wir gleich daheim bleiben“, betonte Feldhofer.

Vielleicht hilft ja, dass Totten­ham derzeit weniger mit dem Europacup denn mit schwachen Ergebnissen in der Premier League, wo am Wochenende ein wichtiges Match gegen West Ham wartet, beschäftigt ist. Seit Ende Jänner kassierten Kane und Co. vier Niederlagen in fünf Spielen, die Titelträume sind abgehakt, Mourinho steht bereits unter Druck. Und der kündigte gestern an, einigen Stammspielern eine Pause zu geben.

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„Egal, in welcher Zusammensetzung, sie sind ein absolutes Spitzenteam und ein Favorit auf den Gewinn der Europa League“, merkte Feldhofer an, denn auch der zweite Anzug der „Spurs“ ist aus teurem Stoff (Gareth Bal­e, Delle Alli ...).

Auch für den Tiroler Matthäu­s Taferner wird das Spiel heute in Budapest wohl das größte seiner jungen Karriere, der Innsbrucker scheint bei den Kärntnern im Mittelfeld gesetzt. (t.w., APA)

Bullen vor schwerer Hürde

Schon beim Salzburger Last-Minute-4:2-Sieg am Tivoli gegen die WSG Tirol fragte sich der ein oder andere, wie die Salzburger Defensive ohne die beiden etatmäßigen Innen­verteidiger Andre Ramalho (gesperrt) und Maximilian Wöber (verletzt) heute (21 Uhr/live DAZN) dem FC Villa­rreal im Sechzehntel-Finalhinspiel der Europa League standhalten soll.

Ex-Wacker-Spieler Albert Vallci, der entweder Oumar Solet oder Enock Mwepu an seiner Seite hat, steht gegen Ex-BVB-Angreifer Paco Alcacer, Gerard Moreno (13 Ligatore) und Co. als „Abwehrchef“ vor einer Bewährungsprob­e. Über Trainer(-Fuchs)

Unai Emery, der dreimal mit dem FC Sevilla die Europa League gewonnen hat und schon Paris wie Arsenal coachte, muss man nicht viele Worte verlieren. Den jüngsten Negativlauf der Spanier, die fünf Liga­spiele sieglos sind, will Jesse Marsch auch nicht überbewerten. Der Salzburg-Coach wurde wie erwartet als möglicher Rose-Nachfolger in Gladbach genannt, konzentriert sich aber darauf, Salzburg weiterzubringen.

Das Heil der Bullen um Patson Daka und Co. wird wohl im dynamischen Vorwärtsgang liegen. Es treffen mit Salzburg (72) und Villarreal (79) übrigens jene zwei Clubs aufeinander, die bislang am meisten Partien in der Europa League absolviert haben. Was nichts an der Bedeutung der Tagesverfassung ändert ... (lex)


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