Passionsspiele Oberammergau sind für 2022 zuversichtlich

Gut ein Jahr vor der geplanten Premiere der Passionsspiele hat Oberammergau trotz schleppender Impfungen und der Sorge um Mutationen den nächsten Schritt der Vorbereitungen gemacht. Seit Aschermittwoch gilt für fast die Hälfte der Bewohner ein Haarschneide- und Rasierverbot. Spielleiter Christian Stückl und Bürgermeister Andreas Rödl verkündeten den traditionellen Haar- und Barterlass. Gemeinsam schlugen sie am Vormittag das Plakat mit dem Aufruf vor dem Passionstheater an.

Beide zeigten sich optimistisch, dass 2022 die wegen der Pandemie um zwei Jahre verschobene Passion stattfinden kann. „Wir sind guter Dinge“, sagte Rödl. Stückl äußerte sich zurückhaltender. „Man hat die eine oder andere Nacht, in der man denkt: Hoffentlich läuft es.“ Bei den derzeitigen Regeln seien Aufführungen wie sonst üblich mit etwa 800 Menschen auf der Bühne und 4.500 im Zuschauerraum nicht machbar. Aber: „Wir haben ja noch ein Jahr Zeit.“ Die Hoffnung ruhe vor allem auf der Impfung - und der Zusage der Politik, dass bis September jeder ein Impfangebot habe. „Merkels Wort in Gottes Ohr.“

Seit Mittwoch sollen sich - so will es die Tradition - bis zum Ende der geplanten Passion im Oktober 2022 die Mitspieler Haare und Bart wachsen lassen. Der Erlass betrifft fast die Hälfte aller Einwohner; rund 2500 Oberammergauer wirken an der Passion mit.

Beim Bart gibt es dieses Jahr Corona-bedingt Lockerungen: Das Wachsen darf ausgesetzt werden, damit auch bei den Herren die FFP2-Masken dicht sitzen. Die Darsteller römischer Soldaten, Musiker und Helfer hinter der Bühne dürfen glattrasiert und kurz behaart dabei sein.

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Die Passion geht auf ein Pestgelübde im Jahr 1633 zurück: Damals gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre die Passion aufzuführen, wenn niemand mehr an der Seuche sterben würde.

(S E R V I C E - https://www.passionsspiele-oberammergau.de)


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