Shiffrin Halbzeit-Leaderin im Riesentorlauf - Liensberger 4.

Mikaela Shiffrin führt nach dem ersten Riesentorlauf-Durchgang der alpinen Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo. Die 25-jährige Kombi-Weltmeisterin aus den USA geht aber nur mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung auf ihre überraschend starke Landsfrau Nina O‘Brien in die Entscheidung (ab 13.30 Uhr). Die Schweizerin Lara Gut-Behrami (+0,08 Sek.), die im Super-G WM-Gold geholt hat, war unmittelbar vor Parallel-Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Vorarlberg (+0,26) Halbzeitdritte.

„Mir ist es gut gegangen, ich habe den Ski ausgelassen. Ich wusste, hier kann man pushen“, sagte Liensberger im ersten ORF-Interview. Die 23-Jährige verlor dann erst im untersten Teil Zeit auf Shiffrin. „Nach der letzten Zwischenzeit wäre es noch etwas direkter gegangen. Da waren die Tore sehr weit gesetzt. Der Kurs war sehr lange und am Schluss kräfteraubend“, erklärte Liensberger mit Blick auf die Laufzeit von über 1:13 Minuten.

Die anderen ÖSV-Damen haben dagegen keine Chance auf eine Medaille. Die Steirerin Ramona Siebenhofer als 14. (+1,31) und die Tirolerin Stephanie Brunner als 17. (+1,95) verloren ebenso wie die slowakische Titelverteidigerin Petra Vlhova (11./+1,17) oder Topfavoritin Marta Bassino (15./+1,54) aus Italien, die ex aequo mit Liensberger Parallel-Gold gewonnen hatte, allesamt bereits mehr als eine Sekunde auf Shiffrin.

Siebenhofer hatte mit Bestzeit auf den ersten 14,5 Fahrsekunden stark begonnen, verlor dann aber vor allem im unteren Teil viel Zeit. „Es ist herunten weiter von den Abständen, da bin ich zu weit um die Tore gefahren und habe zu wenig attackiert. Das muss ich im zweiten Lauf besser machen“, betonte die 29-Jährige und merkte auch an, dass es „drei verschiedene Schneearten - von griffig bis wässrig“ auf der Piste gebe, wodurch „die Abstimmung recht schwierig“ sei.

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Die Tirolerin Franziska Gritsch schied auf dem von ÖSV-Techniktrainer Johannes Zöchling gesetzten Kurs aus. „Ich war zu direkt dran“, sagte die 23-Jährige zu ihrem Ausfall. „Schön langsam ist das frustrierend für mich. Im Rennen will es da einfach nicht funktionieren.“ Gritsch war in der Kombination am Montag Elfte geworden, im Parallelbewerb hatte sie dann am Dienstag die Qualifikation für das Finale der Top 16 nur um eine Hundertstelsekunde verpasst.


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