„Topmodel"-Kandidatin im TT-Interview: „Meine Krankheit definiert mich nicht“

GNTM-Kandidatin Jasmine leidet unter der Autoimmunerkrankung Lupus. Die Wahl-Wienerin will aber nicht auf ihre Krankheit reduziert werden.

„Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Jasmine am Laufsteg in einer Kreation der Austro-Designerin Marina Hoermanseder.
© ProSieben/Richard Häubner

Berlin – Die ersten drei Runden der Modelshow „Germany’s Next Topmodel“ hat Kandidatin Jasmine bereits geschafft. Während bei anderen Mädchen bereits die Tränen flossen, hat man der Wahl-Österreicherin noch recht wenig Sendezeit eingeräumt. Doch das wird sich vielleicht ändern, denn der Ehrgeiz der 21-jährigen Studentin ist geweckt. Auf dem Laufsteg bekam das angehende Model letztens gute Kritik von Heidi Klum.

Jasmine ist heuer die einzige Kandidatin mit Österreich-Bezug bei GNTM. Die 21-Jährige wurde in Passau geboren und studiert in Wien. Dieses Jahr ist Corona-bedingt vieles anders, auch die Dreharbeiten zur TV-Sendung, die heuer ausschließlich in Berlin und nicht in LA stattfanden.

Bist du enttäuscht, dass der Besuch in Los Angeles und der Aufenthalt in der Model-Villa heuer ausfallen?

Jasmine: Natürlich ist es traurig, dass man nicht in LA, im strahlenden Sonnenschein, drehen konnte. Allerdings muss ich gestehen, dass ich wahnsinnige Flugangst habe und ein ganz kleines bisschen froh bin, dass mir der Flug erspart blieb. Zum größten Teil bin ich aber sehr traurig, dass ich LA nicht erleben konnte.

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Die heurige Staffel steht für Diversität. Was muss ein Model im Jahr 2021 deiner Meinung nach mitbringen?

Jasmine: Mittlerweile glaube ich, dass man als Model keine bestimmten Voraussetzungen braucht, welche man heutzutage mitbringen muss. Die Modelwelt ist so divers und es wird so viel angeboten und nachgefragt, dass ich keine „08/15-Attribute“ nennen könnte, die man optisch mitbringen sollte.

Die Konkurrenz schläft nicht. Kannst du deine Stärken beschreiben?

Jasmine: Ich bin ein Teamplayer, sehr direkt und sage immer meine ehrliche Meinung.

Du gehst sehr offen mit deiner Autoimmunerkrankung Lupus um. Wie geht es dir und welche Botschaft möchtest du Mädchen vermitteln, die ebenfalls an einer chronischen Krankheit leiden?

Jasmine: Ich bin damit schon immer sehr offen umgegangen. Mir geht es mittlerweile wieder sehr gut und ich habe kaum Beschwerden. Allerdings wird man sehr oft auf seine Krankheiten reduziert. Mein Ziel ist es aber nicht, als „Lupus-Mädchen“ in Erinnerung zu bleiben. Meine Krankheit definiert mich ja nicht.

Wenn viele Mädchen auf einem Haufen zusammenleben, ist das sicher nicht einfach. Gibt es wirklich Zickenkrieg oder ist es nicht so schlimm, wie es oftmals im TV rüberkommt?

Jasmine: Klar, wenn 24 Mädchen den ganzen Tag aufeinanderhängen, gibt’s hier und da mal Stress, aber man muss sagen, im TV kommt das viel dramatischer rüber, als es letztendlich war. Man muss sich auch vor Augen halten, ihr bekommt nur einen Bruchteil unseres Zusammenlebens mit.

Welchen Eindruck hast du von Heidi Klum? Habt ihr bereits viel Zeit zusammen verbracht?

Jasmine: Durch Corona war der Kontakt mit Heidi natürlich nur erschwert möglich. Aber man muss sagen, sie hatte für jede Tipps.

Kannst du den Lesern bereits verraten, wie es in den kommenden Wochen weitergeht?

Jasmine: Es wird ganz viel passieren! Auch wenn wir nur in Berlin gedreht haben, wurde uns nie langweilig. Lasst euch überraschen.

Das Interview führte Nicole Strozzi


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