Liensberger als Halbzeitführende in die Slalomentscheidung

Katharina Liensberger geht mit der Chance auf ihre dritte Medaille in die Slalom-Entscheidung bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Cortina d‘Ampezzo. Als Halbzeitführende vor der Slowakin Petra Vlhova (+0,30 Sek.), der Schweizerin Wendy Holdener (+1,24) und der vierfachen US-Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin (+1,30) hat die Vorarlbergerin sogar die Chance auf ihren zweiten WM-Titel nach dem Parallelrennen und den Titel weiblicher Superstar der Welttitelkämpfe.

Auf der durchgehend steilen und für die Rennläuferinnen bis zum WM-Rennen völlig unbekannten „Druscie A“, auf der bei Olympia 1956 Toni Sailer erfolgreich gewesen war, legte Liensberger mit Startnummer eins eine Fabelzeit in die griffige Piste.

„Alles in allem bin ich super happy mit dem Lauf, ich habe den Ski gehen lassen, ich habe attackiert und Gas gegeben. Ich wusste, das braucht es da runter. Es war nicht alles ganz fehlerfrei, aber ich habe schnell reagiert. Ich habe mich wohlgefühlt“, sagte Liensberger im ORF-TV. Die Nummer eins bezeichnete sie als „super cool. Ich habe gern das Rennen eröffnet. Ich bin für mich den Lauf gefahren“

Vlhova kam mit den Bedingungen nicht gut zurecht, wie sie erzählte. „Es ist hier nicht so einfach, es ist so warm. Da ist es schwierig für mich, konzentriert zu bleiben. Es ist ein ganz schwieriges Rennen.“

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Chiara Mair greift im zweiten Durchgang (13.30 Uhr/live ORF 1) als Zehnte an (+2,03), Franziska Gritsch war nach 35 von 107 Läuferinnen 14. (2,12), Katharina Huber sah das Ziel nicht. „Ich habe nicht locker fahren können. Ich habe mich darauf versteift, alles genau zu fahren. Die Herangehensweise war der Fehler“, erklärte Mair. Gritsch brauchte zu lange, „um in den Lauf reinzufinden“. Mit der Schweizerin Michelle Gisin schied eine der Mitfavoritinnen nach einem Einfädler aus.

Von der Erfüllung des Traumes der fünften Slalom-Goldenen en suite zu weit entfernt scheint Shiffrin, von der man sich im Finale aber einen Generalangriff erwarten darf. Wenngleich 1,30 Sek. auf die auf der Erfolgswelle schwimmenden und sehr konstanten Liensberger wohl kaum aufzuholen sein werden. Aber eine WM hat ja bekanntlich eigene Gesetze.


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