Die Ansprüche der WSG Tirol sind gestiegen: "Das war ein Kreisliga-Kick"

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Auch WSG-Stratege Petsos fand kritische Worte.
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Von Tobias Waidhofer

Wattens – WSG-Stratege Thanos Petsos nahm sich nach dem 0:1 gegen St. Pölten kein Blatt vor den Mund. „Das war ein Kreisliga-Kick“, sagte der Deutsch-Grieche. Und wär­e ein Tiroler Spieler zu Wort gekommen, hätte auch von einem „Unterhaus-Kick“ die Rede sein können. So schlimm war’s in der Realität nicht, aber die Reaktion zeigt eines:

So enttäuscht war man bei der WSG Tirol schon lange nicht mehr. Natürlich hatt­e Sportmanager Stefan Köck auch das 2:4 vor einer Woche gegen Salzburg geärgert, die Heimschlappe gegen St. Pölten war da aber schon eine andere Hausnummer. „Es fühlt sich nicht gut an“, gestand Manager Stefan Köck. Und dieses negative Gefühl habe man sich selbst zuzuschreiben. Dabei erinnert der 45-Jährige natürlich an die beiden Hochkaräter in Halbzeit eins (Rogelj, Frederiksen), aber auch an den schlecht verteidigten Freistoß, der zum Siegtor führte. Ganz allgemein habe die Mannschaft auf ihn auch ein bisschen „gehemmt“ gewirkt. Vielleicht spukt ja der Kampf um den Einzug in die Meisterrunde (Top 6) immer doch zu sehr in den Köpfen herum. „Wir sitzen nicht mit dem Rechenschieber in der Kabine, aber das kann natürlich eine Rolle spielen“, weiß Köck.

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Trainer Thomas Silberberger kam zu einem anderen Schluss: „Es hat jeder ein bisschen was beigetragen, aber keiner richtig viel. Genau dann kommt so eine Leistung heraus.“ Zu lange hadern wollte man im Lager der Tiroler freilich nicht, denn schon heute Früh erfolgt über den Umweg Zell am See die beschwerliche Busreise nach Hartberg. „Lass uns morgen gewinnen, dann ist alles gut. Wenn wir nicht gewinnen, brennt’s“, bringt es Silberberger bei drei Zählern Vorsprung auf die Austria – der WAC zog gestern vorbei – auf den Punkt. Es bleibt zu hoffen, dass die Leistung – frei nach Thanos Petsos – wieder näher an der Bundesliga statt der Kreisliga ist.

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