Lockerungen für Schule und Sportvereine gefordert, Aufregung um Demo in Innsbruck

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Die Kundgebung in Innsbruck verlief ruhig. Am Ende wurde ein 82-Jähriger in Handschellen abgeführt. Das sorgte für Aufregung.
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➤ SPÖ, FPÖ und NEOS fordern angesichts der vielen Antigen-Tests Lockerungen. „Durch die regelmäßigen Testungen sind die Schulen wesentlich sicherer, deshalb fordern wir den Wegfall der Maskenpflicht für die Mittelschulen und das Ende des Schichtbetriebs in allen Schulstufen“, sagt NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer. Der aufwändige Schichtbetrieb sei für alle eine Herausforderung, „die es aufgrund der Vielzahl an Testungen nicht mehr braucht“.

SPÖ-Bildungs- und Sportsprecher Benedikt Lentsch fordert, dass die „Nasenbohrer-Tests“ als Eintrittstests für Sportveranstaltungen gelten sollen, Nachwuchsvereine wieder trainieren dürfen und sportliche Gruppenaktivitäten erlaubt sein sollten. „Ein selbstständiges Freitesten für Sport- und Vereinsleben würde die Situation für viele Kinder und Jugendliche bereits massiv entschärfen“, sagt Lentsch. SPÖ-Chef Georg Dornauer will, dass Wohnzimmertests als Zutrittstests anerkannt werden. „Der praktikable Weg zwischen Sicherheit und Öffnung liegt beim Testen und der Schlüssel dazu ist die Eigenverantwortung der Menschen in unserem Land, nicht der Zwang“, sagt Lentsch.

FPÖ-Landtagsabgeordnete Evelyn Achhorner fordert, dass Sportvereine endlich wieder trainieren dürfen. „Es ist zwar unterhaltsam, wenn Weltcuprennen und Fußballspiele stattfinden, aber traurig, dass die Sportvereine immer noch nicht trainieren dürfen.“ Der Sportunterricht an Schulen sei auf Spaziergänge reduziert. Die Sportvereine seien mit Sicherheitskonzepten gut gerüstet. Außerdem sehe man an den Tests, dass es kaum Infektionen an Schulen gebe.

➤ Der Polizeieinsatz am Samstag in Innsbruck bei der Kundgebung „Friede, Freiheit, Souveränität – Regierungsmaßnahmen“ hat für Aufregung im Netz gesorgt. Ein 82-jähriger Mann wurde, wie berichtet, von der Polizei zu Boden gedrückt und in Handschellen abgeführt. NEOS, Liste Fritz und die FPÖ hatten das Verbot der Demo kritisiert. Die Polizei hatte vor einer „massiven Teilnehmermobilisierung“ gewarnt. Gekommen sind rund 700 Teilnehmer. (aheu)


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