Play-off-Kampf: HCI gegen Linz bereits mit dem Rücken zur Wand

Es ist die wohl letzte Chance, noch einmal in das Play-off-Rennen einzugreifen: Der HC Innsbruck empfängt am Dienstag (19.15 Uhr) die formstarken Linzer.

Auch ein Dauerbrenner im Haifischbecken: Nicht nur Felix Girard wirkt in der entscheidenden Saisonphase überspielt.
© Michael Kristen

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Viermal hatten die Haie im Grunddurchgang den Adlern aus Villach die Federn ausgerupft, doch in der entscheidenden Saisonphase schlug der „Lieblingsgegner“ aus Kärnten zurück. „Sie haben nicht unverdient gewonnen“, bestätigte auch Co-Trainer Flo Pedevilla nach der gestrigen Trainingseinheit und sagte auch das, was man in sportlich schwierigen Situationen halt so sagt: „Wir werden nicht aufgeben.“

Schon am Dienstag (19.15 Uhr) kommt Linz in die Tiwag Arena. Und gelingt dabei wieder nicht der angepeilte „Dreier“ – die Innsbrucker haben in vier Qualifikationsrunden-Spielen gerade einmal zwei Punkte in Dornbirn eingefahren –, geht in Sachen Play-off-Teilnahme wohl endgültig das Licht aus. Denn neun Punkte Rückstand in fünf Spielen aufzuholen, gleicht einer „Mission: Impossible“ – und einen Ethan Hunt bzw. Tom Cruise sucht man bei den Haien vergeblich.

„Spieler, von denen wir ein großes Spiel erwartet haben, haben nicht geliefert. Das hat uns das Match gekostet“, nahm Headcoach Mitch O’Keefe seine Anführer in die Pflicht. Wobei Dauerspielern wie Felix Girard oder den Topscorern Daniel Ciampini oder Braden Christoffer immer mehr die Luft auszugehen scheint. Was auch an (zu) viel Spielzeit liegen könnte, schließlich setzt O’Keefe – so wie die Jahre zuvor auch meistens Rob Pallin – meist nur auf drei bzw. zweieinhalb Linien.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch der angeschlagene Kapitän Sam Herr weiter ein personelles Fragezeichen darstellt. „Stand Dienstag gehen wir nicht davon aus“, meinte Pedevilla zu den Chancen auf einen Einsatz des wichtigen Angreifers.

So oder so gibt es in den kommenden Spielen keinen Raum mehr, Fehler zu machen. „Solange das Play-off rechnerisch möglich ist, glauben wir alle daran“, sagt O’Keefe. „Dass keiner an uns glaubt, ist ja nichts Neues. Aber das motiviert uns“, erklärt Pedevilla. Der HC Innsbruck steht definitiv mit dem Rücken zur Wand.


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