NEOS wollen mehr Grün in Innsbruck

Attraktivierung der Innenstadt soll Wirtschaft ankurbeln. FPÖ sieht „Totalversagen“ beim Krisenmanagement.

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Die NEOS wollen in der Innsbrucker Museumstraße die Lichtsäulen begrünen und mit Sitzgelegenheiten umrunden.
© Jan Hetfleisch/Grafik: Illugra

Innsbruck – Mehr Grün in Innsbruck fordern die NEOS-Gemeinderätinnen Julia Seidl und Dagmar Klingler. Gemeint ist damit nicht, dass die Grünen politisch mehr zu sagen haben sollen, sondern dass die Innenstadt mit Bepflanzungen attraktiviert wird. Die NEOS wollen per Antrag im Gemeinderat am Donnerstag erreichen, dass die Stadt Konzepte für entsprechende Maßnahmen von Straßenzügen ausarbeitet. „Eine Investition in den Straßenraum ist eine Investition in den Wirtschaftsstandort“, argumentiert Seidl, die am Beispiel Museumstraße vorzeigen will, wie es gehen könnte. „Die Museumstraße ist zur reinen Verkehrsachse für die Öffis und Radfahrer verkommen. Das ist schade, da sie eine der längsten innerstädtischen Straßen ist“, so Seidl. Sie schlägt vor, die vorhandenen Lichtsäulen mit Rankgewächsen zu begrünen und rundherum Sitzbänke aufzustellen. „Damit schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen gäbe es endlich etwas Grün in der Straße, das wäre sowohl für das Klima als auch fürs Auge gut. Und zum anderen gäbe es endlich genügend Sitzgelegenheiten“, erklärt Seidl.

Bei den „Wirtschaftsgesprächen“ der Stadtregierungsparteien Grüne, ÖVP, Für Innsbruck und SPÖ sowie NEOS wurde der Vorschlag der Attraktivierung der Innenstadt zur Ankurbelung der krisengeplagten Wirtschaft mehrfach eingebracht.

Ebendiese Gespräche kritisiert FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel als „sinnlos, weil nach wie vor ohne Ergebnis“. „Während andere Städte schon seit Langem Beschlüsse gefasst haben, um Unternehmern unter die Arme zu greifen, wird in Innsbruck nur diskutiert.“ Federspiel ortet ein „Totalversagen“. Es sei zudem unverständlich, dass die FPÖ bei den Gesprächen außen vor gelassen werde. „Klubobfrau Andrea Dengg und ich sind erfolgreiche Unternehmer. Aber auf unsere Expertise wird verzichtet, nur weil wir freiheitliche Mandatare sind“, sagt Federspiel, der auch den Tourismusverband Innsbruck in die Pflicht nimmt. „Der TVB hat sich mit dem ersten Lockdown in den Winterschlaf begeben und ist bis heute nicht aufgewacht“, sagt Federspiel. (dd)


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