1.270 neue Corona-Neuinfektionen und elf weitere Tote

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich nimmt weiter zu. Am Montag wurden mit 1.270 neuen Fällen zwar deutlich weniger als am Sonntag gemeldet, allerdings sind die Montagszahlen immer niedriger und im Vergleich zu den vorangegangen Montagen nahm die Zahl der Fälle zu. Nur leicht gestiegen sind im Wochenvergleich die Zahl der Corona-Impfungen. Vorige Woche wurden 117.696 neue Impfungen registriert - um 14.000 mehr als in der Woche davor.

Erstmals großflächig zum Einsatz gekommen ist der Impfstoff von AstraZeneca. Laut den am Montag veröffentlichten Daten aus dem E-Impfpass haben bisher rund 3,5 Prozent der Bevölkerung zumindest eine erste Dosis erhalten (2,2 Prozent haben den vollen Impfschutz). In Kärnten und Vorarlberg sind es über vier Prozent.

Innerhalb der vergangenen Woche kamen beinahe 12.000 Neuinfektionen hinzu - exakt 11.932 sind es seit vergangenen Sonntag. Unterdessen wurden in den letzten sieben Tagen mehr als 1,5 Millionen Antigen- und PCR-Tests durchgeführt. Seit Sonntag waren es 93.176 - der Tagesschnitt der vergangenen Woche lag aber bei täglich mehr als 214.000 Abstrichen. In allen Corona-Teststraßen in Österreich können auch nicht versicherte Menschen einen Antigenschnelltest machen. Profitieren davon können nicht nur gesellschaftliche Randgruppen, sondern auch etwa Studierende oder Arbeitskräfte, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Österreich haben, wie es aus dem Büro von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hieß.

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 134,1. Vor einer Woche lag sie noch bei 110,3. Am 8. Februar, als der harte Lockdown gelockert und Handel sowie körpernahe Dienstleister wie Friseure wieder aufsperren durften, betrug die Sieben-Tages-Inzidenz 105,3. Vom ursprünglich von der Regierung angepeilten Ziel von 50 war Österreich somit aktuell noch deutlicher entfernt als zu Beginn der Lockerungen.

Am Montag wurden auch deutlich weniger Neuinfektionen als die vergangenen Tage vermeldet. Im Montags-Vergleich steigen die Zahlen aber an. 1.270 waren es, vergangenen Montag meldeten die Behörden 1.225 neue Fälle und am 8. Februar - also am Montag vor zwei Wochen - waren es noch 1.057 gewesen. Im Schnitt infizierten sich in der vergangenen Woche täglich 1.705 Menschen mit SARS-CoV-2. Den heutigen Neuinfektionen stehen mit 1.302 etwas mehr neu Genesene gegenüber. Insgesamt gibt es derzeit österreichweit 16.436 aktive Fälle - im Vergleich dazu waren es vor einer Woche mit 14.034 deutlich weniger gewesen.

Gestiegen ist unterdessen wieder die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Hier meldeten die Behörden am Montag insgesamt 1.309 Erkrankte - 47 mehr als am Sonntag. Vor einer Woche waren es allerdings noch 1.338 gewesen. Konstant blieb mit 255 die Zahl der Intensivpatienten, das waren zwei weniger als am Sonntag. Vor einer Woche benötigten 158 Covid-19-Erkrankte intensivmedizinische Versorgung. Zuletzt lagen am 6. Februar mit 302 mehr als 300 Infizierte auf Intensivstationen.

Die Zahl der Toten stieg laut Innen- und Gesundheitsministerium um elf. Somit sind seit Beginn der Pandemie bereits 8.397 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Innerhalb der vergangenen Woche wurden 176 Todesfälle registriert. Pro Tag kamen im Schnitt 25 weitere Tote hinzu. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 94,3 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Seit Beginn der Pandemie haben sich österreichweit bereits 446.644 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 421.811 haben eine Infektion überstanden.

Am Montag wurden mit 290 Neuinfektionen die meisten in Niederösterreich verzeichnet, 260 waren es in Wien, 237 in Oberösterreich und 220 in der Steiermark. Salzburg meldete 65 neue Fälle, das Burgenland 61, Kärnten 58, Tirol 52 und Vorarlberg 27.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner beobachtet die steigenden Corona-Neuinfektionszahlen der vergangenen Woche in Österreich „mit großer Sorge“. Weitere Öffnungsschritte sind für sie derzeit kein Thema. „Es braucht größte Vorsicht, um das Risiko kontrollieren zu können. Derzeit schaut es nicht danach aus“, sagte Rendi-Wagner bei einer Arbeitsmarkt-Pressekonferenz am Montag auf Journalistennachfrage. Bei jedem politischen Schritt müsse man die Infektionszahlen und Mutationen „ganz eng im Auge behalten, so die SPÖ-Chefin. Rendi-Wagner hatte sich Ende Jänner für einen längeren Lockdown im Handel und bei körpernahen Dienstleistern ausgesprochen, befürwortete aber eine Schulöffnung ab 8. Februar. Anfang Februar bezeichnete sie die Lockerungen als „großes Risiko“.


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