5:2-Heimsieg gegen Linz: Haie tankten Moralinjektion

Ein 5:2-Heimsieg gegen Linz hält die kleinen Play-off-Chancen der Innsbrucker Haie am Leben. Was nichts daran ändert, dass nur noch Siege weiterhelfen.

So sehen Sieger aus – HCI-Verteidiger Kevin Tansey markierte mit dem 3:1 gegen Linz die Vorentscheidung.
© gepa/Beganovic

Von Alex Gruber

Innsbruck – Für die Innsbrucker Haie war das Heimspiel gegen Linz am Dienstag wirklich ein Spiel der (aller)letzten Chance, um im Play-off-Rennen bleiben zu können.

Die Gäste waren zu Beginn einen Tick gefährlicher, ehe Heimkehrer Luis Ludin – Cheftrainer Mitch O’Keefe schickte auch ohne den verletzten Captain Sam Herr vier Angriffsreihen auf Eis – das erste Mal einem Torerfolg der Hausherren näher kam. Weil sich Linz mit einem Doppelausschluss schwächte, markierte Christof Kromp in doppelter Überzahl das 1:0 (16.), ehe Felix Girard in numerischer Überlegenheit eine unnötige Strafe kassierte, die mit einer Lebler-Granate zum 1:1 (19.) bestraft wurde.

Dann begann jenes gefürchtete zweite Drittel, in dem die Haie in den vergangenen Spielen so oft abgetaucht waren. Nicht am gestrigen Abend: Denn in einem weiteren Pow­erplay markierte Liga-Top-Scorer Daniel Ciampini nach Sideroff-Assist das 2:1 (31.), ehe zwei unnötige Strafen für Dauerdruck der Linzer sorgten. Zweimal rettete die Stange, HCI-Keeper Tom McCollum reagierte in dieser Phase auch mehrmals großartig und hielt den knappen Vorsprung nach 40 Minuten fest.

Linz musste im Schlussabschnitt angreifen, die Tore schossen aber die Haie. Zunächst nutzte Verteidiger Kevin Tansey einen schweren Abwehrfehler zum 3:1 (46.), dann traf Christian Jennes zum 4:1 (50.). Weil Yan zum 2:4 aus Sicht der Linzer verkürzte, blieb es spannend. McCollum rettete gegen Atte Karpinen (54.), Lebler traf im Powerplay die Querlatte (55.). Glücksgöttin Fortuna schaute auch auf die Tiroler herunter.

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Kromp besorgte letztlich den 5:2-Endstand. Mit dem ersten Sieg nach regulärer Spielzeit und drei Punkten im fünften Match der Quali-Runde bleiben die Haie rechnerisch im Geschäft, wenngleich auf Platz drei und Graz sechs Zähler fehlen.

Trainerduo bestätigt: Von den sechs Teams in der Quali-Runde haben vier (Bratislava, Graz, Linz, Villach) den Trainer in dieser Saison getauscht. Innsbruck ist anders: Denn ganz egal, ob sich das Play-off noch ausgeht, wird das Trainergespann auch in der neuen Saison Mitch O’Keefe und Florian Pedevilla heißen.


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