FPÖ will Tourismus-“Schutzschirm“ wegen Coronapleiten

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Die FPÖ sieht die heimische Wirtschaft weiter durch die Corona-Maßnahmen der Regierung am Boden und will dieser nun im Parlament beispringen. „Wir wollen eine Art Schutzschirm gegen Ausverkauf des Tourismus“, kündigte Klubobmann Herbert Kickl am Dienstag in einer Pressekonferenz einen dementsprechenden Antrag an. Die NEOS sprachen sich für das kontrollierte Aufsperren samt „Reintesten“ in den Tourismus aus.

Geht es nach der FPÖ, soll heimischen Investoren ein Vorkaufsrecht bei drohenden Verkäufen eingeräumt werden. „Es rollt eine Pleitewelle auf dieses Land zu“, begründete Kickl den freiheitlichen Antrag im Plenum. Seine Angst: Österreichische Tourismus-Unternehmen könnten am Ende des Tages von internationalen Hedge Fonds aufgekauft werden oder sich gar „in den Händen der Chinesen“ befinden. Zumindest Investoren aus EU-Staaten sollten dabei vorrangig zum Zug kommen.

Ansonsten bleibt Kickl seiner Linie während der Coronakrise treu. Er will „aufsperren - solange es noch etwas gibt, das aufzusperren ist“. Abermals warnte der FPÖ-Klubchef vor „Zwangstests“, die rasch auch zu „Zwangsimpfungen“ führen könnten. Der Regierung warf Kickl einen „Tunnelblick“ in der Pandemie vor.

Für eine Tourismus-Öffnung samt kontrolliertem Hineintesten noch vor Ostern sprach sich NEOS-Mandatar Sepp Schellhorn in einer Pressekonferenz aus. Dass der Wintertourismus de facto schon gelaufen sei, muss aus seiner Sicht aber akzeptiert werden. Die Branche brauche jedenfalls „Planungssicherheit und eine gewisse Fahrt auf Sicht“. Kritik übte er an der „erratischen“ Kommunikation der Bundesregierung zu diesem Thema.

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Bei den NEOS ist man generell unzufrieden mit der Regierungsbotschaft, dass Österreich besser als andere Länder durch die Krise gekommen sei. Sehe man sich die Zahlen zur Übersterblichkeit und zum Wirtschaftseinbruch an, erkenne man, dass dies nicht stimme, so Vize-Klubchef Nikolaus Scherak. Die große Herausforderung sei nun die drohende Insolvenzwelle.


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