Grabungsareals Argentina in Rom wird ab März restauriert

Während in Rom wegen der Coronapandemie nach wie vor die Touristen ausbleiben, beginnen Anfang März die Arbeiten zur Restaurierung des archäologische Grabungsareals Largo Argentina im Zentrum der Ewigen Stadt, auf dem im Jahr 44 vor Christus der römische Kaiser Gaius Julius Cäsar von einer Gruppe rivalisierender Senatoren erstochen wurde. Die Renovierungsarbeiten, die vom Juwelier Bulgari mit einer Million Euro finanziert werden, sollen ein Jahr lang dauern.

Dank der Arbeiten wird das Areal wieder Besuchern zugänglich. Geplant ist die Restaurierung des gesamten Geländes und der Reste von vier Tempeln, die sich hier befinden. Damit sollen die Ausgrabungen zu einer neuer Attraktion in Rom werden, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Der Largo di Torre Argentina, auch „Area Sacra“ genannt, liegt in der Nähe des weltberühmten Forum Romanum und ist auch wegen seiner Katzenkolonie bekannt, die sich dort angesiedelt hat. Auf dem Grabungsareal finden sich die Überreste von vier Tempeln, die allesamt aus republikanischer Zeit stammen, und zwar aus dem 4. bis 1. Jahrhundert vor Christus. Auf den ersten Blick erkennbar wird das unterschiedliche Alter der Bauten durch die Lage der Bauwerke im Boden: Je tiefer ein Tempel liegt, desto früher die Datierung, da sich das Niveau des Platzes - etwa durch neue Pflasterung - über die Jahrhunderte leicht anhob.

„Largo Argentina ist eine der ältesten archäologischen Stätten Roms. Wir sind stolz, dass wir dazu beitragen können, Rom dieses Areal zurückzugeben“, so Jean-Christophe Babin, Geschäftsführer Bulgaris. Der römische Juwelier hatte 2016 bereits die Restaurierung der Spanischen Treppe mit 1,5 Millionen Euro finanziert. Am oberen Ende der Treppe, in der zentralen Via Sistina, hatte Bulgari 1884 sein erstes Geschäft eröffnete.


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