Viele Tiroler bangen um Lebensqualität, kein Sparen bei der Vorsorge

Laut Umfrage dämpft Corona die Zukunftserwartung. Vorsorgeverhalten der Tiroler laut TiSpa kaum berührt.

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Das Sparbuch ist in der Beliebtheitsskala immer noch ganz oben.
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Innsbruck – In einer noch kurz vor dem Lockdown im Dezember durchgeführten IMAS-Umfrage im Auftrag von Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische malen die Tiroler ein eher pessimistisches Bild. Fast zwei Drittel (63 %) der Tiroler gehen demnach von einer allgemeinen Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse und Lebensqualität der Menschen aus.

Ebenso viele sind überzeugt, dass sich der Alltag nach der Corona-Krise stark verändern wird. Rund die Hälfte der Befragten in Tirol (47 %) haben demnach bereits darüber nachgedacht, ihren Lebensstandard zu ändern und Einsparungen im Bereich des täglichen Lebens vorzunehmen. Bei der Vorsorge wolle man dagegen eher nicht sparen.

Im Schnitt 178 Euro monatlich für Vorsorge

Fast ein Drittel (29 %) der Tiroler gaben an, dass sie selbst oder Personen im eigenen Haushalt aufgrund der Corona-­Krise von finanziellen Einbußen beispielsweis­e durch Kurzarbeit, Jobverlust oder Umsatzrückgänge betroffen sind.

Die Corona-Krise habe das Vorsorgeverhalten der Menschen aber generell nicht stark verändert, erklärte Hans Unterdorfer, Vorstandschef der Tiroler Sparkasse. Rund zwei Drittel der Tiroler haben beispielsweise gleich viel Geld auf die Seite gelegt wie davor. 20 % der Menschen sparten mehr, elf Prozent weniger. Am beliebtesten blieb zwar wie bisher das Sparbuch (58 %), allerdings legten Wertpapier­e (22 %) und Fondssparpläne (15 %) in der Gunst der Tiroler deutlich zu.

Die Bedeutung der finanziellen Vorsorge sei für acht von zehn befragten Menschen im Bundesland (80 %) gerade in Krisenzeiten hoch. Demzufolge werden in Tirol im Schnitt 178 Euro im Monat für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert.

Spontan befragt, was unter finanzieller Vorsorge verstanden wird, nannte ein Drittel (35 %) das Sparen bzw. die Schaffung finanzieller Rücklagen. Erst dahinter folgten Alters- und Pensions­vorsorge, Fonds, Wertpapiere oder Aktie­n. (mas)


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