Neue Cluster im Zillertal mit Mutations-Verdacht: Kindergarten und Schule betroffen

41 aktiv positive Fälle in Mayrhofen, bei 17 wird eine Ansteckung durch südafrikanische Virus-Variante vermutet.

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Der Bezirk Schwaz bereitet den Behörden weiter Sorgen.
© Foto Rudy De Moor

Schwaz – Mayrhofen, Schwaz und Jenbach prägen zur Zeit das Infektionsgeschehen im Bezirk Schwaz. Aktuell besteht in Tirol bei 98 Infizierten der Verdacht auf die südafrikanische Coronavirus-Mutation, 60 Prozent davon entfallen auf den Bezirk Schwaz. Wie vorhin erwähnt, ist Mayrhofen besonders betroffen, neue Cluster sind aufgetreten. Zehn Fälle betreffen den Kindergarten Mayrhofen (sieben Kinder und drei Personen aus dem Betreuungspersonal) sowie einer die Mittelschule Mayrhofen, wo sich eine Lehrperson angesteckt hat.

„Bei zwei der Fälle liegt infolge der PCR-Analyse ein konkreter Verdacht auf die südafrikanische Virus-Variante vor. Wir haben umgehend strenge Maßnahmen getroffen und bis jedenfalls kommenden Montag den Präsenzunterricht an der Mittelschule in Mayrhofen ein- bzw. auf Distance Learning umgestellt“, sagt Bezirkshauptmann Michael Brandl. Mayrhofen verzeichnet insgesamt 41 aktiv Positive, davon dürften mindestens 17 Fälle auf die südafrikanische Virusvariante zurückzuführen sein.

46.000 Testungen seit Beginn der Offensive

Ein weiterer Corona-Cluster konnte in der Volksschule Schlitters ausgemacht werden, fünf Schüler und zwei Lehrer haben sich mit Corona infiziert. Dort wiederum besteht laut Bezirkshauptmann Michael Brandl im Gegensatz zu Mayrhofen jedoch der Verdacht auf die britische Mutation. Brandl weiter: „Insgesamt wurden im Bezirk Schwaz seit Beginn der Testoffensive über 46.000 Testungen durchgeführt, wodurch bereits rund 300 ansonsten womöglich unentdeckte Infektionen verzeichnet und dadurch entstehende Infektionsketten gestoppt werden konnten.“ Im Bezirk Schwaz wird die Testoffensive bis Mitte März weitergeführt.

In Tirol wurden allein von Montag auf Dienstag rund 15.000 Testungen durchgeführt. In der vergangenen Woche waren es insgesamt 174.000 Testungen. Nahezu abgeschlossen sind die Impfungen der über 80-Jährigen in den Gemeinden des Bezirks Schwaz.

Zams: Zehn Arbeiter infiziert

Doch nicht nur im Zillertal gibt es einen Cluster, sondern auch auf der Baustelle im Krankenhaus in Zams. Dort haben sich zehn Bauarbeiter angesteckt.

Erfreulich ist die Situation in den Tiroler Spitälern. 87 Erkrankte benötigen eine stationäre Behandlung, 19 davon werden auf den Intensivstationen betreut. (TT)


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