Elektrischer Defekt als Grund für Brand in Perchtoldsdorf

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Ein elektrischer Defekt hat den Brand im Zentrum von Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) am Montag ausgelöst. Kaputt gegangen war eine Verteilerdose im Nachbargebäude der örtlichen Polizeiinspektion, bestätigte Erich Rosenbaum, Leiter der Brandermittlung im Landeskriminalamt Niederösterreich, am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Die Dienststelle wurde stark beschädigt und ist nicht beziehbar. Die Beamten wichen vorerst nach Brunn am Gebirge aus.

Rund 90 Mitglieder dreier Feuerwehren waren im Einsatz. Der Brand hatte in einem derzeit geschlossenen Hotel seinen Ausgang genommen. Die Flammen ergriffen den Dachstuhl und sprangen auf jenen der Polizeiinspektion über. Verletzt wurde niemand.

Aus der Dienststelle wurden zahlreiche Gegenstände gerettet. Waffen und Munition wurden ebenso in Sicherheit gebracht wie etwa Akten.

Bürgermeister Martin Schuster (ÖVP) hat am Mittwoch betont, dass er den Erhalt der Dienststelle in der Gemeinde als Priorität ansehe. Die Sanierungsarbeiten am Objekt Marktplatz 23, in dem die Polizeiinspektion untergebracht ist, werden seinen Angaben zufolge etwa sechs Monate dauern. So lange werde auch kein Betrieb in dem Objekt möglich sein. Die Marktgemeinde habe daher als Ausweichquartier das Areal des Eislaufplatzes beim Freizeitzentrum am Siegfried-Ludwig-Platz samt der dortigen Bauten vorgeschlagen. Die Variante werde bereits von den zuständigen Stellen des Innenministeriums geprüft.

Das Rathaus unterstrich in einer Aussendung, dass der Brand vom Montag im Zentrum von Perchtoldsdorf das Haus Marktplatz 21 mit der Hotel-Pension „Schindler“ und das in Gemeindebesitz befindliche Nachbargebäude der Polizeiinspektion stark in Mitleidenschaft gezogen habe. „Obwohl die Ausbreitung der Feuers durch den Löscheinsatz auf die beiden Objekte beschränkt werden konnte, wurden die Dachkonstruktionen ein Raub der Flammen und auch die Innenräume liegen teilweise in Trümmern.“

Zum Schadensbild im gemeindeeigenen Polizeigebäude sagte Schuster: „Die verkohlten Überreste des Dachstuhls sind einsturzgefährdet, die oberste Geschoßdecke ist durchfeuchtet und die Innenausstattung samt der Informations- und Kommunikationstechnik ist unbrauchbar geworden. Wasserschäden sind in der gesamten denkmalgeschützten Substanz aufgetreten.“


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