Lamparter in erstem WM-Einzel aussichtsreich in Position

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Die Österreicher im Auftakt-WM-Bewerb der Nordischen Kombination haben sich am Freitag in Oberstdorf auf der Schattenberg-Normalschanze interessante Ausgangspositionen ersprungen. Johannes Lamparter liegt als Vierter eine Sekunde hinter dem norwegischen Saison-Dominator Jarl Magnus Riiber und deren zwei hinter dem Japaner Akito Watabe. Rund um den Sechsten Lukas Greiderer und Lukas Klapfer als 17. könnten sich im 10-km-Langlauf (16.00 Uhr, live ORF 1) schnelle Gruppen bilden.

Lamparters 102,5-m-Satz brachten dem Tiroler 23 Sek. Rückstand auf Leader Ryota Yamamoto ein, der Japaner ist als schwächerer Läufer im Medaillenkampf aber zu vernachlässigen. Greiderer hat 37 Sek. zurück die Deutschen Eric Frenzel und Fabian Rießle hinter sich, da kündigt sich ein Deutschland-Express mit rot-weiß-roter Beteiligung an. Genauso verhält es sich um Klapfer (+1:12 Min.), gehen doch drei Sekunden vor ihm die Deutschen Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger auf die Strecke.

„Riiber ist eine Sekunde vor mir, da brauche ich nicht lange überlegen was ich tue“, sagte Lamparter. Mit seinem Sprung war er zufrieden: „Ich habe ein gutes Körpergefühl gehabt und es war wieder eine Steigerung drinnen.“ In der Loipe möchte der Junioren-Weltmeister rasch seinen Rhythmus finden. „Natürlich werde ich probieren, dass ich die vorne ein bisschen ärgere. Wie die Streckenverhältnisse sind, das wird auch interessant“, sprach der 19-Jährige die warmen Bedingungen an.

Greiderer bestätigte mit einem 101-m-Satz seine gute Sprungform. „Ich bin echt zufrieden, kein Sprung unter 100 m. Es ist echt alles drinnen“ merkte der Tiroler im ORF-Interview an. „Wie es ausschaut, bin ich voll bei der Musik dabei.“ Klapfer ließ in seinem 98-m-Sprung ein bisschen etwas liegen. „Ich glaube, wir werden eine recht große schnelle Gruppe werden, es wird auch weit nach vorne gehen. Es wird sich in der letzten Runde entscheiden, wer am meisten Körner hat.“

Der Steirer hält es für möglich, dass jemand aus seinem Bereich noch in die Medaillenränge läuft. Sein engerer Landsmann Martin Fritz (20./+1:21) müsste zehn Sekunden aufholen, um da auch noch dabei zu sein. „Mit Jörgen Graabak hinter mir haben ich einen Mann, mit dem noch alles möglich ist“, gab er sich zuversichtlich. Der Norweger gilt als derzeit schnellster Läufer im Feld.


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