Fünf tote Zivilisten bei Angriff auf Wohnhaus im Jemen

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Bei einem Angriff auf ein Haus in der jemenitischen Hafenstadt Hodeidah sind am Sonntag fünf Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte ein Sprecher der Regierungstruppen mit. Das Haus sei von Granaten der Houthi-Rebellen getroffen worden. Die Houthis erklärten hingegen, das Haus sei durch zwei Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition zerstört worden.

Die Houthi-Rebellen kontrollieren die strategisch wichtige Hafenstadt Hodeidah, die eine zentrale Funktion für die Versorgung der Zivilbevölkerung hat. Die Kämpfe rund um die Stadt hatten sich trotz eines von der UNO vermittelten Waffenstillstands zuletzt wieder intensiviert.

Auch in der strategisch bedeutsamem Provinz Marib liefern sich die Houthi-Rebellen und regierungstreue Kämpfer derzeit erbitterte Gefechte. Die vom Iran unterstützten Rebellen hatten vor drei Wochen eine erneute Offensive gestartet, um die Stadt Marib einzunehmen. Sie liegt in der Nähe von einigen der größten Ölfelder im Norden des Landes. Die Provinz ist die letzte Hochburg der international anerkannten Regierung des Landes.

Im Jemen herrscht seit Jahren Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi und den Houthi-Rebellen. Zehntausende Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen die Lage im Jemen als aktuell schwerste humanitäre Krise der Welt ein.


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