Erste Ergebnisse aus Bezirksstädten bei Kärntner Wahlen

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Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten sind am Nachmittag mit St. Veit/Glan und Hermagor die ersten Ergebnisse aus Bezirksstädten veröffentlicht worden. Allerdings noch ohne Wahlkarten, die Wahlbeteiligung wurde daher nur mit rund 40 Prozent ausgewiesen. In St. Veit/Glan legte die SPÖ kräftig zu, in Hermagor verlor sie leicht. Ändert sich der Trend mit den Wahlkarten nicht substanziell, gewinnt Martin Kulmer in St. Veit im ersten Anlauf.

In Hermagor müsste Stadtchef Siegfried Ronacher (SPÖ) hingegen in die Stichwahl, er kam nur auf 38,8 Prozent, sein ÖVP-Konkurrent Leopold Astner auf 42,4 Prozent. Die SPÖ kam auf 37,7 Prozent, ein leichtes Minus, die ÖVP legte kräftig zu, von 30,7 auf 37,5 Prozent.

In St. Veit kommt Martin Kulmer beim vorläufigen Ergebnis auf 67,7 Prozent, die SPÖ auf 61,5. Alle anderen Parteien verloren. Bis wann die Wahlkarten ausgezählt sein würden, war vorerst nicht bekannt.

Dass bei Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen die Parteien nicht so im Vordergrund stehen, beweist sich immer wieder. So stürzte ÖVP-Kandidat Herbert Hartlieb in Lendorf im Bezirk Spittal an der Drau um 23,7 Prozent ab, SPÖ-Bürgermeisterin Marika Lagger-Pöllingeer legte hingegen um fast 20 Prozent auf 69,3 Prozent zu.

In Kötschach-Mauthen hielt die SPÖ den Bürgermeister: Josef Zoppoth verlor zwar zweistellig, kam aber trotzdem auf mehr als 66 Prozent. Sein ÖVP-Konkurrent Christoph Zebedin legte zweistellig zu und kam auf 33,6 Prozent. In Kirchbach im Gailtal muss FPÖ-Bürgermeister Hermann Jantschgi in die Stichwahl, er verlor mehr als neun Prozent und kam nur auf 39,1; sein Konkurrent in zwei Wochen ist SPÖ-Mann Markus Salcher, er kam auf 45,49 Prozent.

Gurk, wo Langzeit-Bürgermeister Siegfried Kampl nicht mehr angetreten ist, bleibt hingegen freiheitlich. Siegfried Wuzella schaffte es mit 56,26 Prozent im ersten Anlauf. In der Gemeinde Weißensee wird es in zwei Wochen eine Stichwahl geben. Bei den Gemeinderatswahlen blieb die Kommune Lesachtal fest in ÖVP-Hand, verlor aber ein paar Stimmen, während die SPÖ zweistellig zulegte. In Winklern wiederum trat die ÖVP gar nicht an. Die SPÖ konnte ihre relative Mehrheit dort halten.

105.612 Wahlkarten wurden ausgegeben, so viele wie nie zuvor. Da die Stimmen erst ausgezählt werden dürfen, wenn die Wahllokale geschlossen sind, sind Verzögerungen bei den Ergebnissen zu erwarten. So haben etwa die Städte Klagenfurt, wo 10.113 Wahlkarten beantragt wurden, und Villach, wo es sogar 10.570 waren, bereits angekündigt, am Sonntagabend vorläufige Resultate bekannt zu geben. Die Endergebnisse werden erst am Montag vorliegen.

Die Landeswahlbehörde veröffentlicht die Resultate in der Reihenfolge, wie sie bei ihr einlangen. Vorläufige Ergebnisse ohne Briefwahl werden auf der offiziellen Website des Landes nicht in den Ergebnislisten aufscheinen.


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