Kinder bei Feuer in syrischem Flüchtlingslager umgekommen

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Bei einem Feuer in einem Flüchtlingslager im Nordosten Syriens sind nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF mindestens drei Kinder ums Leben gekommen. Weitere 15 seien bei dem Brand im Lager Al-Hol am Samstagabend verletzt worden, teilte der UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten, Ted Chaiban, am Sonntag mit. Al-Hol ist nach UNO-Angaben mit mehr als 60.000 Menschen das größte Flüchtlingslager in dem Bürgerkriegsland.

Das Lager liegt in einer Region, die von den syrischen Kurden kontrolliert wird. Mehr als 80 Prozent der Bewohner sind Frauen und Kinder. Dort leben auch Tausende Anhänger oder ehemalige Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), darunter auch Staatsangehörige europäischer Länder, lange Zeit waren auch Österreicher darunter. Hilfsorganisationen beklagen schon seit langem menschenunwürdige Zustände in dem völlig überfüllten Lager.

UNICEF rief die Staatengemeinschaft dazu auf, sich um die mehr als 22.000 Kinder mit mindestens 60 Nationalitäten in und um das Lager zu kümmern und sie wieder aufzunehmen. Alle Mitgliedstaaten seien aufgefordert, Kindern ihrer Staatsangehörigen die nötigen Dokumente auszustellen, um Staatenlosigkeit zu vermeiden. „Kinder sollten nicht nur auf der Grundlage von mutmaßlichen Familienverbindungen zu bewaffneten Gruppierungen festgehalten werden“, so Chaiban.

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