Innsbrucker Corona-Paket: Gastro und Kultur im Freien sollen erblühen

Stadt Innsbruck will zusätzliche Gastgartenflächen ermöglichen und steckt mehr Geld ins Stadtmarketing. Oppitz-Plörer für noch frühere Gastgartenöffnung.

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Angesichts niedriger Infektionszahlen könnte der Bund Innsbruck als „urbane Modellregion“ einstufen und, wie in Vorarlberg, eine frühere Gastgarten-Öffnung ermöglichen, schlägt die Liste „Für Innsbruck“ vor.
© Vanessa Rachlé/TT

Innsbruck – Wie kann man Gastronomie und Kultur im Freien fördern – und generell die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum heben? Das waren am Dienstag zentrale Themen bei der dritten Gesprächsrunde zum Corona-Wirtschaftspaket der Stadt Innsbruck. Mit am Tisch waren neben Stadtmarketing, IIG, Wirtschaftskammer oder Altstadtverein erstmals auch Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen.

Die Stadt reagiert dabei auf die vom Bund beschlossenen vorsichtigen Öffnungsschritte – so dürfen Gastgärten ja ab 27. März wieder öffnen.

Man werde alle Anstrengungen unternehmen, dass die Wirte am ersten Öffnungstag wirklich gleich starten können, sagt Vize-BM Hannes Anzengruber (ÖVP). Er habe Veranstaltungs- und Marktamt bereits beauftragt zu erheben, welche – auch zusätzlichen – Plätze für Outdoor-Gastronomie bespielbar sind, womöglich auch für Gastrobetriebe, die keine Gastgärten zur Verfügung haben oder in der Nähe von Plätzen sind.

Innsbruck als „urbane Modellregion“?

„Ich werde jedes umsetzbare Ansuchen für einen neuen Gastgarten unterstützen“, betont Wirtschaftsstadträtin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck). Ihr gehe es vor allem um die Stärkung der bestehenden Gastronomie. Gut vorstellbar seien auch Akzente im Bereich der mobilen Gastronomie. Außerdem schlägt Oppitz-Plörer vor, dass der Bund Innsbruck angesichts der aktuell niedrigen Infektionszahlen als „urbane Modellregion“ einstufen und, wie Vorarlberg, sogar schon eine Öffnung der Gastgärten ab 15. März ermöglichen könnte.

Kultur soll, sobald erlaubt, ebenfalls vermehrt im Freien stattfinden. Dafür brauche es die nötige Infrastruktur auf öffentlichen Plätzen wie dem Marktplatz, was gerade geprüft werde, so Klubobfrau Renate Krammer-Stark (Grüne).

Zur Umsetzung der Maßnahmen soll eine Mio. Euro ans Stadtmarketing fließen – besonders für die Stärkung und Organisation von Veranstaltungen oder Aktionen für die Altstadt, so Oppitz-Plörer. Die finanziellen Impulse gingen aber natürlich weit darüber hinaus. Sie verweist auf dasvom Gemeinderat beschlossene 80-Mio.-Euro-Wirtschaftspaket oder die Neugestaltung des Bozner Platzes.

Weitere Themen waren u. a. die Begrünung der Innenstadt, die Schaffung zusätzlicher Sitzgelegenheiten oder die Förderung der Clubs und Nachtgastronomie.

Die breite Besetzung der Runde habe „zusätzliche Impulse“ gebracht, lobt BM Georg Willi (Grüne). Wichtig sei jetzt, die Vorhaben rasch umzusetzen. (md)


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