Innsbrucker Kardiologie-Kongress: Herz und Medizin sind gefordert
Beim Innsbrucker Kardiologie-Kongress geht es ab heute um Covid-19 und die Zukunft.
Innsbruck – Sechs von zehn Menschen in Österreich starben im vergangenen Jahr an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (32.663 Sterbefälle) oder an Krebs (20.959). Damit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen trotz der erhöhten Sterblichkeit durch Covid-19 an der Spitze der Todesfälle. Erkrankungen des Herzens sind daher eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit. Beim 23. Innsbrucker Kardiologie-Kongress, der heute live aus dem Congress als Online-Veranstaltung startet und bis Samstag läuft, diskutieren Experten über die Zukunft der Kardiologie.
„Wir möchten Menschen darauf aufmerksam machen, Anzeichen von Herz-Kreislauf-Beschwerden ernst zu nehmen, und dazu animieren, trotz Pandemie ärztliche Versorgung wahrzunehmen. Für uns bedeutet das, dass wir uns noch mehr für die kardiologische Versorgung einsetzen“, erklärt der Innsbrucker Kardiologie-Direktor Axel Bauer. Außerdem hätten Herz-Patienten im Vergleich zu anderen Menschen mit Vorerkrankungen ein noch größeres Risiko für einen schweren Covid-Verlauf. Dafür gebe es mehrere Gründe, u. a. könne „das Virus neben der Lunge auch das Herz im Sinne einer direkten Herzmuskelschädigung“ angreifen. Als eines der Highlights des Kongresses werden Einblicke in die Impfstoff- und Therapieentwicklung von Christoph Huber (BioNTech-Mitbegründer) und des Genetikers Josef Penninger geboten. (TT)