Fördertopf für Radwege in Landeck mit 6,5 Millionen Euro gefüllt

Für Radwegprojekte sind die Fördermittel des Landes heuer aufgestockt worden.
© Wenzel

Landeck – Nichts geht ohne öffentliche Fördermittel beim Radwegebau. „Jetzt braucht die öffentliche Hand wohl das meiste Geld für die Corona-Krise. Ob da noch etwas für unseren Radweg übrig bleibt, ist unklar.“ Derartige Befürchtungen waren kürzlich im Paznaun zu hören. Dort streben, wie berichtet, die Entscheidungsträger den Lückenschluss von Ischgl in Richtung Landeck an – ein Millionenprojekt.

„Tirol bleibt Radland, auch in der Krise“, hieß es gestern in der Erklärung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Der von der Landesregierung und Tirol-Werbung 2015 ausgerufene Leitsatz vom „Radland Nummer eins in den Alpen“ habe weiterhin seine Gültigkeit. Das Förderbudget für Investitionen in die Radweg-Infrastruktur sei jedenfalls nicht gekürzt, sondern erhöht worden, auch als Maßnahme zur Konjunkturbelebung.

Christian Molzer, Leiter der Abteilung Verkehr und Straße, bestätigte: „Der Fördertopf 2021 ist um eine Million Euro auf 6,5 Millionen aufgefettet worden.“ Betreiber von Radwegprojekten – in der Regel Tourismusverbände und Gemeinden – könnten mit einem Förderanteil von rund 60 Prozent (abhängig vom Radwegtyp) rechnen.

Den Höchstsatz von 70 Prozent gebe es für Radwege im Obergricht. Dort stehen zusätzlich Mittel aus dem „Sonderförderprogramm Oberes Gericht“ zur Verfügung, wie Gerald Jochum vom Land­ecker Regionalmanagement regioL mitteilte. (hwe)


Kommentieren


Schlagworte