WSG-Motto gegen Sturm: Auf Lob pfeifen, Punkte sammeln

Nur ein Heimsieg gegen Sturm Graz hält die WSG Tirol heute (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) wohl unter den Top sechs der Bundesliga. Ein Wiedersehen gibt es mit Kelvin Yeboah.

  • Artikel
  • Diskussion
Er kommt im „falschen“ Dress – Sturm-Angreifer Kelvin Yeboah (r.) trifft heute im Tivoli-Stadion auf seine alten WSG-Kollegen.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Mander, ’s isch Zeit.“ Zeit nach tollen, aber leider großteils brotlosen Auftritten (nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen) wieder Zählbares einzufahren. Die WSG Tirol hat in den vergangenen Wochen – der letzte Sieg gelang am 27. Jänner mit 3:1 gegen Altach – aus einer komfortablen Situation im Kampf um die Top sechs eine hochexplosive gemacht. Holt Hartberg (zuhause gegen Schlusslicht Admira) heut­e mehr Zähler, ist der Weg in die untere Tabellenhälfte vorgezeichnet, die Austria setzt vor dem großen Wiener Derb­y gegen Rapid auch zum Überholmanöver an.

„Aber das haben wir diese Woche nie zum Thema gemacht. Wir müssen das nach wie vor anders sehen und sind drei Runden vor Ende des Grunddurchgangs immer noch im Kampf um die Top sechs vertreten. Es geht darum, wieder ein Spiel zu gewinnen“, sprechen Chef­trainer Thommy Silberberger und Sportmanager Stefan Köck mit einer Stimme. Statt großer Anerkennung der Gegner sind Punkte gefragt.

⚽ Bundesliga, 20. Spieltag

  • Samstag: WSG Tirol - Sturm Graz, Altach - LASK, Hartberg - Admira (alle 17.00 Uhr)
  • Sonntag: Red Bull Salzburg - St. Pölten, Ried - WAC (beide 14.30 Uhr), Austria Wien - Rapid Wien (17.00 Uhr)

Dass es zum Wiedersehen mit Angreifer Kelvin Yeboah – seit seinem Abgang zu Sturm gab es keinen WSG-Sieg mehr – kommt, kommentiert Silber­berger mit gewohnt trockenen Worten: „Wenn er gegen uns trifft und sie gewinnen, sind wir die Deppen. Wenn wir gewinnen und er keinen Stich macht, ist alles gut. So ist der Fußball.“

Der Weg zum Erfolg führt in der österreichischen Bundesliga, wo kein Messi oder Ronaldo werkt, übers Kollektiv. Am 4-4-2-Mantel lag’s ja nicht, dass die WSG Tirol zuletzt in Schieflage geriet – sondern an zahlreichen vergebenen Großchancen und dem ein oder anderen kurzen Nickerchen in der Defensive, das sofort bestraft wurde. Bei ruhenden Bällen von Sturm ist Vorsicht geboten. Der Mut soll die jung­e WSG im Vorwärtsgang dennoch nicht verlassen.

TT-ePaper gratis lesen und ein E-Bike gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen. Der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

📊 Die aktuelle Tabelle der tipico Bundesliga:


Kommentieren


Schlagworte