Franziskus besucht Christen im Nordirak

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Papst Franziskus besucht auf seiner Reise im Irak am Sonntag die Christen im Norden des Landes. Dieses Treffen hatte die dortige Gemeinde schon seit Jahren herbeigesehnt. In Mossul will das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Kirchenplatz Khush Al-Bia für die Opfer des Krieges gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beten.

Kurz darauf will der 84-Jährige südöstlich der Millionenstadt die christliche Gemeinde in Qaraqosh besuchen und in der Kirche der Unbefleckten Empfängnis das sonntägliche Angelus-Gebet sprechen. Danach geht es für den Papst und die Vatikan-Delegation weiter nach Erbil, die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan. Dort will der Argentinier eine Messe im Fußballstadion der Stadt feiern. Erwartet werden bis zu 10.000 Gläubige.

Franziskus ist der erste Papst, der den Irak besucht. Seine Reise wurde in den Medien deshalb als historisch bezeichnet. Am Samstag traf er im Südirak den höchsten schiitischen Geistlichen des Landes, Großayatollah Ali al-Sistani, zu einem 45-minütigen Gespräch. Später flog er zu einem interreligiösen Treffen in die Ebene von Ur, aus der laut Altem Testament der Bibel Abraham stammt. Ihn betrachten Christen, Juden und Muslime als Stammvater.


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