Nach WM Fokus auf ausgedünnten Weltcup-Endspurt

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Sanfter Ausklang statt Grande Finale. Die letzten Wochen des Weltcup-Winters haben in den nordischen Disziplinen mehrheitlich ein Schmalspur-Programm zu bieten. Nach den corona-bedingten Absagen der zahlreichen Norwegen-Events, steht in den kommenden Wochen meist nur noch eine Station im Wettkampfkalender. Nur die Skisprung-Frauen haben noch zwei Weltcup-Orte anzusteuern, und da wird es für die Österreicher wohl auch noch am interessantesten zugehen.

Denn Sara Marita Kramer hat am 21./22. März in Nischnij Tagil und am 26. sowie 28. März in Tschaikowski vier Einzelbewerbe zur Verfügung, um sich die Gesamtführung im Weltcup zurückzuholen und sich mit dem Triumph in der Gesamtwertung für die beiden vierten Plätze in dem WM-Einzelbewerben zu entschädigen. 151 Punkte fehlen der viertplatzierten Salzburgerin auf die führende Slowenin Nika Kriznar. Zwischen den beiden lauern die Japanerin Sara Takanashi und die Norwegerin Silje Opseth.

„Wir werden alles daransetzen, dass Marita noch einmal die bestmöglichen Sprünge auspackt und das im Gesamtweltcup noch aufholen kann“, sagte ÖSV-Chefcoach Harald Rodlauer. Kramer hatte die Weltcup-Führung vor dem Rasnov-Doppel in der Woche vor den Weltmeisterschaften inne, obwohl sie im zweiten Hinzenbach-Bewerb wegen Disqualifikation ohne Punkte geblieben war. In Rumänien durfte sie dann wegen unklarer Corona-Testlage nicht antreten und handelte sich so den Rückstand ein.

Bei den Skispringerinnen geht es zudem noch um den Nationencup, da gilt es auch im Teambewerb von Tschaikowski am 27. März zu punkten. 145 Zähler fehlen auf Leader Slowenien. Für Österreichs Skisprung-Männer ist da wie dort nichts mehr zu holen. Ebenso am 27. März kann die ÖSV-Crew aber bei einem Flug-Teambewerb in Planica Revanche an Weltmeister Deutschland nehmen. In drei Flug-Einzelbewerben geht es außerdem um den ersten ÖSV-Weltcupsieg der Männer seit 28. Februar 2020.

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Der Norweger Halvor Egner Granerud steht bereits als Weltcup-Gesamtsieger fest, sein kombinierender Landsmann Jarl Magnus Riiber so gut wie. 186 Punkte hat der 23-Jährige vor dem Weltcup-Ausklang Ende nächster Woche in Klingenthal auf den deutschen Verfolger Vinzenz Geiger gut. Im Schonach-Ersatzort wird zweimal kombiniert. Für Doppel-Weltmeister Johannes Lamparter bietet sich dabei die Chance auf seinen ersten Weltcupsieg, die Klingenthaler Schanze liegt ihm.

Vor zwei Jahren hat der damals 17-Jährige da das Springen gewonnen, seine Sprungform passt aktuell ausgezeichnet. „Ich werde volle angreifen. Die Anlage liegt mir gut“, meinte der Tiroler. Auch das jüngste Weltcup-Wochenende vor gut vier Wochen war eines in Klingenthal. In Abwesenheit Riibers gewann zweimal Geiger. Lukas Greiderer war nach Schanzenrekord einmal Dritter, Lamparter Zehnter und Achter. „Zuzutrauen ist ihm alles“, stellte ÖSV-Chefcoach Christoph Eugen in Richtung Lamparter fest.

Für die Langläufer geht es nur noch dieses Wochenende nach Engadin. „Das wird noch einmal ein hartes Wochenende“, betonte Teresa Stadlober und wies darauf hin, dass nach einem 10-km-Rennen klassisch mit Massenstart am Samstagnachmittag schon Sonntagfrüh ein 30-km-Bewerb Skating folgt. „Danach kommen für mich noch die österreichischen Meisterschaften, wenn es der Schnee zulässt“, erklärte Stadlober. „Dann werde ich noch auf Schnee trainieren und ein paar Leistungstests machen.“


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