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Pädophilie in Tirol: „Die Täterarbeit hat keine Lobby“

Bis zu ein Prozent aller erwachsenen Männer hat pädophile Neigungen. In Tirol wären das mehr als 3100 Menschen. Viele davon wissen um die Problematik ihrer Fantasien und wollen diese auch nicht ausleben. Geholfen wird ihnen dabei kaum.

Mit viel Aufwand können die Männer lernen, Zeichen und Signale zu erkennen, bevor es zu spät ist, Gedanken umzulenken, sich selber ein Stopp zu geben. (Symbolfoto)
© dpa

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Sie verpflichten sich, die Würde von Kindern zu achten, ihnen mit Respekt gegenüberzutreten, sie nicht wie kleine Erwachsene zu behandeln, sie nie sexuell anzufassen. Aber auch, sich selbst zu achten, sich keine Vorwürfe zu machen und zwischen daran denken und es tun zu unterscheiden. Insgesamt sieben Punkte sind auf einem Zettel vermerkt, den die Klienten des Psychotherapeuten Michael Peintner zu Beginn ihrer Behandlung unterzeichnen müssen. Derzeit sind es zehn, die dieses Blatt Papier in Händen hielten, alles Männer. Sie sind pädophil.


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