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Qualvolle Tiertransporte auf hoher See: „Schuld ist ein krankes System“

Tausende Rinder, die monatelang an Bord von Schiffen auf einer Odyssee im Mittelmeer waren, wurden und werden noch getötet. Eine Tragödie, die erneut qualvolle Tiertransporte aufdeckt.

Der Export von Rindern aus der EU – im Bild oben Tiere auf dem Weg in die Türkei – sorgt immer wieder für Aufsehen.
© Jo-Anne McArthur | Eyes on Animals

Von Matthias Christler

Wien, Cartagena – Für rund 900 Jungbullen haben die Qualen ein Ende. Sie wurden in den letzten Tagen in einem Zelt im Hafen der spanischen Stadt Cartagena getötet, dem Ort, wo die Irrfahrt des Transportschiffes „Karim Allah“ vor fast drei Monaten begonnen hatte. Weil der Verdacht bestand, dass einige Tiere mit der Blauzungenkrankheit befallen waren, durfte das Schiff weder in der Türkei noch in Nordafrika anlegen und musste umkehren. „Die Tiere waren mehr tot als lebendig“, beschreibt Eva Rosenberg, Direktorin der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, den Zustand der Tiere kurz vor der Nottötung.


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