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TT-Analyse: Amerikaner und Europäer im pazifischen Jahrhundert

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US-Präsident Joe Biden wirbt um die Europäer als Partner in einer globalen Allianz.
© BRENDAN SMIALOWSKI
Floo Weißmann

Analyse

Von Floo Weißmann

Die Europäer sind es seit jeher gewohnt, sich als Mittelpunkt der Welt zu betrachten. Europäische Mächte kolonisierten einst den Planeten, und im Kalten Krieg lief die zentrale Frontlinie quer durch Europa. Doch das liegt nun drei Jahrzehnte zurück, und die heutige Welt ist eine so genannte multipolare, in der es mehrere größere und kleinere Zentren gibt.

Die US-Eliten sind aus historischen, kulturellen und anderen Gründen eher in Richtung Europa orientiert. Aber die USA liegen nicht allein am Atlantik, sondern auch am Pazifik. Und einige der größten Herausforderungen der Gegenwart – voran die Rivalität mit China – spielen sich im indopazifischen Raum ab. Seit dem Ende des Kalten Kriegs versuchen US-Regierungen, die Konsequenzen zu ziehen und ihre Ressourcen „auszubalancieren“, wie Insider das nannten.


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