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TT-Analyse: Abschreckung, elende Flüchtlingslager und ein fragwürdiger Deal

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Christian Jentsch

Analyse

Von Christian Jentsch

Im September 2020 brannte das völlig überbelegte Flüchtlingslager Moria, in dem rund 13.000 Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen auf der griechischen Ägäis-Insel Lesbos vor der türkischen Küste leben mussten, vollständig ab. Moria wurde zum Synonym für die humanitäre Katastrophe auf europäischem Boden – und das auf EU-Gebiet. Menschenrechtsorganisationen sprachen von einer Schande für Europa, auch die UNO sprach von unhaltbaren Zuständen. Doch das Elend von Moria ist nicht Geschichte. Im neuen, provisorischen Lager auf dem ehemaligen Truppen­übungsplatz Kara Tepe hausen Tausende Menschen wieder unter elenden Bedingungen. Im Winter versank das Lager regelrecht im Schlamm.


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